Neue Basler Interessenvertretung für Kreativwirtschaft gegründet
Eine neue Bottom-up-Initiative soll der Basler Kreativwirtschaft mehr Profil geben.
Basel geniesst bei Kulturinteressierten hohes Ansehen. Die Stadt ist ein attraktiver Standort für Akteure in allen kreativen Bereichen. Leider fehlt es der lokalen Kreativwirtschaft aber an branchenübergreifender Vernetzung, Sichtbarkeit und Wertschätzung. Der neue Verein KreaB (Verband der Kreativwirtschaft Basel) dient der Branche als Sprachrohr, vertritt solidarisch die Interessen der Basler Kreativwirtschaft, vernetzt Branchen und Akteure und will deren kreative Leistungen aus Basel sichtbar machen.

Basel sei das neue Berlin, postulierte Stadtentwickler Thomas Kessler vor drei Jahren. Damals hatte die Regierung die Kreativwirtschaft als neuen, förderungswürdigen Wirtschaftszweig der Stadt entdeckt und entsprechend Gelder für die 13 Teilbranchen der Kreativwirtschaft bereitgestellt. Heute ist von der damaligen Euphorie wenig geblieben, ausser dass die Akteure der 13 Teilbranchen der Kreativwirtschaft (Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Werbemarkt, Software/Games-Industrie, Kunsthandwerk, Pressemarkt, Phonotechnischer Markt) nach wie vor eine geeignete Interessenvertetung wünschen. Zehn Vertreter aus den verschiedenen Kreativbranchen gründeten im Januar 2016 KreaB, die Interessenvertretung für die Basler Kreativwirtschaft. KreaB versteht sich als Bottom-up-Initiative, ist also von den Akteuren selbst initiiert, und möchte vor allem die Sichtbarkeit, die Vernetzung, die Marktchancen und die Förderung der Akteure in Basel und der Umgebung stärken.
