Zu guter Letzt: Tote mit Wahlrecht

Eine eindrückliche Kampagne zeigt: Diejenigen, die in den USA ein strengeres Waffengesetz am nötigsten hätten, sind bereits schon tot. Dennoch kann man ihnen bei den kommenden Wahlen eine Stimme geben.

Über 30'000 Menschen werden in den USA jährlich durch Schusswaffen getötet, weitere 70'000 angeschossen und verletzt. Bei den Präsidentschaftswahlen würden sie vermutlich Kandidaten oder Kandidatinnen wählen, die sich für strengere Waffengesetzte stark machen. Dass eine Gesellschaft nicht sicherer wird, wenn sich alle Individuuen bis an die Zähne bewaffnen, belegen Statistiken mehr als deutlich. Das Problem: Wer tot ist, kann nicht mehr mitreden. Auch wenn er seiner Nachwelt wohl gönnen würde, dass sich die Zustände ändern. Die Aktion «Ghost Vote» kommuniziert diesen Umstand clever. Auf dem Portal Ghostvote.com können Lebende ihre Stimme Schusswaffenopfern geben und widmen. Simpel, aber effektiv. Die Website wurde Mitte März mit einer Guerilla-Aktion (Bilder unten) beworben. Die Kampagne stammt von Grey New York. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=jaelgwCvKLU

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