NZZ: Wien und Zürich arbeiten enger zusammen

Die NZZ-Mediengruppe baut ihr österreichisches Digitalprodukt NZZ.at um. Technik, Marketing und internationale Themen sind künftig in der Schweiz angesiedelt. In Österreich werden neun Mitarbeiter entlassen.

Die NZZ-Mediengruppe nutzt verstärkt Synergien mit ihrem österreichischen Digitalprodukt NZZ.at. Im Zentrum steht die Integration von NZZ.at in die technische Infrastruktur sowie in die neuen datengetriebenen Marketingsysteme und -prozesse des Mutterhauses.

Auch redaktionell werden Wien und Zürich enger zusammenarbeiten. Internationale Themen wird künftig die NZZ-Redaktion in Zürich mit ihrem weltweiten Korrespondentennetz abdecken, während sich die Redaktion in Wien noch stärker auf jene österreichischen Themen rund um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konzentriert, die laut Untersuchungen des Nutzerverhaltens auf besonders grosses Interesse stossen.

Neun Entlassungen

Aufgrund der engeren Verzahnung zwischen Zürich und Wien in den Bereichen Technologie, Marketing und Redaktion werden bis September neun Mitarbeitende von NZZ.at das Unternehmen verlassen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Dienstag bekannt gibt. «Wir lösen keines dieser Arbeitsverhältnisse kurzfristig auf. Die NZZ-Mediengruppe nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahr und unterstützt die Kolleginnen und Kollegen in diesem Veränderungsprozess», so Anita Zielina, Chefredaktorin Neue Produkte der NZZ. Michael Fleischhacker wird weiterhin Chefredaktor von NZZ.at bleiben.

NZZ.at habe sich innerhalb des ersten Jahres seines Bestehens als liberale Stimme im österreichischen Medienmarkt gut etabliert, heisst es weiter. Das zeigten etwa die enge Interaktion mit mehreren tausend Abonnentinnen und Abonnenten und die regelmässig ausgebuchten Clubabende. CEO Veit Dengler betont das langfristige Engagement der NZZ-Mediengruppe in Österreich: «Die Investition in Österreich ist Teil unserer Produkt- und Internationalisierungsstrategie. Österreich ist und bleibt ein wichtiger Markt für die NZZ. Mit dieser neuen Aufstellung sichern wir die Zukunft von NZZ.at.»

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