Ringier, SRG und Swisscom begrüssen den Entscheid des Uvek

Das Uvek hat entschieden, dass die SRG an der gemeinsamen Werbeplattform mit Ringier und Swisscom teilnehmen kann. Das Uvek sieht derzeit «keine erhebliche Beschränkung des Entfaltungsspielraums anderer Medienunternehmen». Die drei Partner zeigen sich zufrieden.

Damit seien die Weichen für eine Medienpolitik gestellt, die den fundamentalen Umwälzungen in der Medienwelt Rechnung trage, so eine Mitteilung der drei Allianz-Partner. Marc Walder, designierter Verwaltungsratspräsident des Joint Ventures: «Wir freuen uns sehr. Die Behörden haben zukunftsorientiert entschieden. Die Nutzung von Medien ändert sich radikal. Dies gilt für Leser, für Hörer, für Fernsehzuschauer und User. Damit ändert sich auch die Art und Weise, wie Werbung ausgespielt wird. Dieser dramatischen Veränderung tragen die Behörden Rechnung. Dies ist ein wegweisender Entscheid für den Medien- und Werbestandort Schweiz.»

In einer zweiten Verfügung stellt das Bakom fest, dass die heutige Konzession den konzessionierten Sendern einschliesslich der SRG noch nicht erlaubt, in ihren Programmen zielgruppenspezifische TV-Werbespots auszustrahlen (Werbewoche.ch berichtete). Man sähe ein, dass die diesbezüglichen rechtlichen Bedingungen geprüft und angepasst werden müssten, so die drei Partner in der Mitteilung. Die ausländischen Werbefenster und die wenigen nicht konzessionierten Schweizer TV-Veranstalter hätten bereits heute die Möglichkeit, zielgruppenspezifische Werbung auszustrahlen. Mit Anpassung der Regulierung solle der Wettbewerbsnachteil der Schweizer Veranstalter gegenüber den ausländischen Werbefenstern abgewendet werden. Die drei Partner sind «zuversichtlich, im Wettbewerb mit ausländischen Sendern die Schweizer Marktteilnehmer gleich lange Spiesse zu erhalten». Der Start der neuen Vermarktungsfirma ist nach wie vor im 2. Quartal 2016 geplant.
 

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