Zu guter Letzt: Druckerpanne in Indonesien

Hunderte Plakate des indonesischen Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Jakarta informierten darüber, dass der AIDS verursachende HI-Virus durch Insektenstiche, Schwimmen und Niesen übertragen werden kann. Die Empörungsflut im Social Web war enorm.

Grund für diese Fehlinformation war das aussagekräftige Wort «nicht», das die Druckfirma leider vergass. Wie Pressetext.com schreibt, liess die Firma nicht einmal den letzten Entwurf der Plakate vor dem Aufhängen absegnen. So wurden Vorurteile befördert, denen man eigentlich mit entsprechenden Plakaten entgegentreten wollte. Denn in Indonesien werden Menschen immer noch stark stigmatisiert, die den HI-Virus in sich tragen. «Das Ministerium muss eine massive und systematische Aufklärungskampagne durchführen, um diesen Fehler wiedergutzumachen», fordert Aditya Wardhana, Aktivist bei der Indonesia AIDS Coalition nun gemäss Pressetext. «Wir haben uns öffentlich entschuldigt und nun werden die Banner abgenommen und durch die korrekten ersetzt», beschwichtigt Muhammad Subuh, Gesundheitsministerialbeamter, indes gegenüber der AFP. «Sie haben das Wort «nicht» vergessen – es war ein aufrichtiger Fehler.» Auch die Druckfirma hat sich dafür bereits entschuldigt.

Laut Schätzungen der Vereinten Nationen leben in Indonesien rund 660‘000 Menschen mit dem tödlichen Virus. Jedoch ist das Wissen über die Übertragung, die durch Blut oder Sex stattfindet, auch in den höchsten Riegen der Politik gering. So soll im Februar der mittlerweile abge-setzte Handelsminister Rachmat Gobel gar die Ansicht vertreten haben, dass HIV durch Second-Hand-Kleidung übertragen werden könne. (uma)

(Teaserbild: Pressetext.com)

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