Zu guter Letzt: Lizenz zum Überleben
Um für das Überleben des Tigers zu kämpfen, will eine belgische Agentur Lizenzgebühren auf Tiger-inspirierten Produkten erheben – und die Einnahmen der Grosskatze zurückgeben.
Das «Geschäft» zwischen Mensch und Tiger ist ziemlich ungleich: Der Mensch kopiert das Aussehen des Raubtiers seit jeher, macht damit gutes Geld und rottet den Urheber des Tigermusters im Gegenzug aus. Verschwindende Lebensräume und illegale Jagd setzen der Tierart seit Jahrzehnten derart zu, dass es heute nur noch 3200 freilebende Tiger gibt. Die Grosskatze braucht dringender denn je Hilfe – neue Ansätze sind gefragt und willkommen.

Happiness Brüssel präsentiert einen. Für die Organisation Panthera hat die Agentur mit der Kampagne «Tiger royalty» ein Label ins Leben gerufen, das Urheberrechtsgebühren auf «Tigerprodukten» eintreiben soll. Natürlich auf freiwilliger Basis. Unternehmen, die von Tigern inspirierte Produkte verkaufen, können sich anschliessen und pro Verkauf einen gewissen Teil zum Schutz der Grosskatze beisteuern.
Eine erfrischende Idee, die hoffentlich Erfolg hat. Es wäre dem Lizenznehmer zu gönnen. (hae)
