Zu guter Letzt: Dieter Bohlens wundersamer Aufstieg zum Künstler

Nun ist es also offiziell: Dieter Bohlen ist ein Künstler. Pech für RTL. Denn damit muss der TV-Sender als Arbeitgeber von Bohlen und drei weiteren Juroren von «Deutschland sucht den Superstar» Abgaben von gut 173‘000 Euro allein für die ersten beiden Staffeln nachzahlen.

Der Beitrag der Juroren sei ein entscheidender Teil des Showkonzepts, urteilte das deutsche Bundessozialgericht. Es sei eine Unterhaltungsshow, und die Juroren würden mit ihren mehr oder minder witzigen Kommentaren in nicht geringem Masse zu diese Unterhaltung beitragen. Dabei gehe es nicht um die Qualität der Bemerkungen – die sei für die rechtliche Bewertung, ob es sich um Kunst handle, nicht relevant; die Juroren seien eindeutig als Künstler einzustufen. Und für Künstler sind nun mal Abgaben an die Künstlersozialkasse zu zahlen. Ob sich Dieter Bohlen über seinen überraschenden Aufstieg zum Künstler freut, bleibt offen. Ob er den Titel wirklich verdient, ebenfalls. Eins jedoch ist sicher: RTL hätte wohl weiterhin gut mit dem Antikünstler Bohlen leben können.

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