Zu guter Letzt: Spendenmarathon
Siabatou aus Gambia hat mit ihrem berührenden Marathon-Marsch nicht nur Gold in Cannes, sondern vor allem auch Trinkwasser für viele afrikanische Dörfer gewonnen.
In Afrika müssen viele Frauen ganze Tagesmärsche auf sich nehmen, um an sauberes Trinkwasser für ihre Familien und ihr Dorf zu gelangen. Distanzen, die im Westen zum Plausch als Marathon gelaufen werden – einmal pro Jahr, nicht jeden Tag. Ogilvy Paris hat sich diesen Vergleich kreativ zu Nutzen gemacht und liess Siabatou, eine der vielen betroffenen Frauen, im Auftrag von Water for Africa den im April 2015 stattfindenden Pariser Marathon mitmarschieren – mit einer klaren Botschaft.

Die Organisation Water for Africa bohrt in Afrika nachhaltige Wasserquellen in Dörfern und erspart den Bewohnern so den täglichen, zeitraubenden Kampf um sauberes Trinkwasser. Die Aktion von Ogilvy erregte ein gewaltigess Medienecho – die Bilder von Siabatou gingen um die Welt. Mit Erfolg: Auf Themarathonwalker.com können Meter gespendet werden. Jedes mal, wenn die Marathon-Distanz von 42 Kilometern erreicht ist, baut Water for Africa eine neue Wasserquelle – bereits fünf konnten bisher in die Tat umgesetzt werden.

Die Kampagne «Marathon Walker» gewann in Cannes Gold. Im Vergleich zu den Problemen, die gewisse Menschen auf dieser Welt haben, eine pure Nebensächlichkeit. (hae)
