Zu guter Letzt: Bedrohte Emojis
Um bedrohte Tierarten zu unterstützen, haben Wieden & Kennedy London und der WWF am Dienstag die weltweit erste Emoji-basierte Spendenkampagne lanciert.
Emojis sind in aus den sozialen Medien seit langem nicht mehr wegzudenken. Die meisten Nutzer von Whatsapp, Twitter & Co. nutzen die Symbole selbstverständlich in ihrer Alltagskommunikation. Sie ergänzen oder ersetzen ganze Sätze. Schriftsprache wird – tausende von Jahren nach der Höhlenmalerei – wieder zur Bildsprache.

Während die Emoji-Macher stets bemüht sind, die Emoji-Auswahl der Realität anzupassen – Updates mit verschiedenen Hautfarben, gleichgeschlechtliche Paare etc. – drohen einige der Symbole bald nur noch in der virtuellen Welt zu existieren: Die Tiere. Die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF hat im «Emoji-Katalog» 17 Tierarten lokalisiert, die akut vom Aussterben bedroht sind und nutzt diese, um mit einer von Wieden & Kennedy London entwickelten Fundraising-Kampagne über Twitter weltweit Spenden zu sammeln.
Das System ist simpel: Wer den WWF-Start-Tweet retweetet (bzw. den Hashtag #EndangeredEmoji), registriert sich für die Spendensammlung. Am Ende des Monats erhält man eine «Abrechnung», wie oft man welche der bedrohten Tiersymbole verwendet hat. Daraus resultiert ein kleiner Betrag, den man (freiwillig) spendet. Mit anderen Worten: Je öfter man die Tiere benutzt, desto höher die Spende – Twittern für den guten Zweck. Per Tweet kann sich auch jederzeit abgemeldet werden.
Die Idee scheint anzukommen, der Hashtag wird fast im Sekundentakt getwittert. Auch wenn vermutlich nicht alle zu wissen scheinen, dass twittern alleine noch keine Spende auslöst, dürfte die Sammlung doch zum Erfolg werden. Bleibt zu hoffen, dass alle 17 Arten das Ende der Aktion noch miterleben. Zum Beispiel die 70 noch existierenden Amurleoparden. (hae)
We're using #EndangeredEmoji to save real animals from extinction. Please retweet to sign up and help. pic.twitter.com/hX1p1GEDZ9
— WWF (@WWF) 12. Mai 2015
