Zu guter Letzt: Jackpot
In der TV-Show «Antiques Roadshow» bewerten Experten die Schätze der Zuschauer. Die Baseball-Karten einer älteren Dame erwiesen sich als ziemlich wertvoll.
«Antiques Roadshow» heisst die ursprünglich aus England stammende Show, in der Expertenteams durchs Land reisen und einschätzen, was ihnen die Lokalbevölkerung vorlegt. Auf BBC One läuft sie seit 1979. Das erfolgreiche Konzept hat sich seither in unzählige Länder der Welt ausgebreitet. In Deutschland läuft die Show seit 1985 unter dem Namen «Kunst und Krempel» auf BR. In erweiterter Form feiert die Idee aktuell auf ZDF in der Sendung «Bares gegen Rares» Quotenerfolge.
In vielen Fällen legen die Kandidaten den Experten vermeintliche Schätze vor und werden enttäuscht, weil sich der aktuelle Wert jenseits des ursprünglichen Kaufpreises bewegt. Bilder grosser Künstler erweisen sich als gefälscht, das feine Porzellan als Ausschussware der Manufaktur und die in den 70ern teuer erworbenen, vergoldeten Armaturen aus dem Badezimmer will jetzt eigentlich auch niemand mehr. Vieles, was in der Vergangenheit als renditereiche Investition angepriesen wurde, erweist sich heute als wertlos. Oder haben Sie Interesse an einer limitierten Gedenkmünze zur Hochzeit von Diana und Prinz Charles?
Der andere Fall – für den Zuschauer ein Wohlfühl-Erlebnis – ist, wenn die Kandidaten positiv überrascht werden. Dachbodenfunde erweisen sich als Goldgrube, der nächste Urlaub ist aus heiterem Himmel finanziert. Mit Taschengeld.
Mit etwas mehr Vermögen sah sich eine überraschte ältere Dame in Amerika konfrontiert. Die Show wird dort ebenfalls unter dem Namen «Antiques Roadshow» auf dem Sender PBS ausgestrahlt und von Schauspieler Mark Walberg gehostet. Der von der Expertin geschätzte Wert der paar alten Baseball-Karten der Boston Red Stockings aus den 1870er Jahren: Eine Million Dollar. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die Karten gehören zu den ersten überhaupt und die Sammlung umfasst auch einige Briefe der Spieler.
//www.youtube.com/watch?v=wACD_Nl8o4E
Falls Sie sich jetzt plötzlich an ein altes Panini-Album auf dem Estrich oder im Keller erinnern: Ganz so wertvoll ist es leider nicht. Je nach Jahrgang, Zustand und Vollständigkeit könnte ein Verkauf aber zumindest die kommenden Skiferien finanzieren. Wenn auch vielleicht nur im gastfreundlichen Österreich. (hae)
