Vigousse-Karikaturistin überlebte den Anschlag

Eine Karikaturistin der Westschweizer Satire-Zeitschrift Vigousse hat den Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris überlebt. Die unter dem Namen Coco bekannte Künstlerin versteckte sich unter einem Möbel.

Dies sagte Vigousse-Chefredaktor Thierry Barrigue der Nachrichtenagentur SDA. Die Zeichnerin ist für beide Satire-Zeitschriften tätig – Charlie Hebdo und Vigousse. «Die Trauer überwältigt mich», sagte Thierry Barrigue nach dem Attentat. Die getöteten Zeichner Charb, Cabu, Wolinski und Tignous seien Freunde. Charb war der Direktor von Charlie Hebdo. Er war erst im September nach Morges VD gekommen, um an einer Debatte über die Pressefreiheit teilzunehmen. Bereits damals sei er von einem Polizisten bewacht worden, weil er Drohungen erhalten habe. Er habe ihm gesagt, dass er den Drohungen niemals klein beigeben werde, dass er seine Arbeit für die Redefreiheit fortführen werde, erinnert sich Thierry Barrigue. Es seien nicht nur die Satire-Zeitschriften in Gefahr.

«Unsere Grundrechte sind bedroht», sagte der Chefredaktor der Vigousse. Wenn man schweige, habe man verloren. Diese Menschen hätten für die Redefreiheit mit dem Tod bezahlt. Die Bluttat ändere für die Westschweizer Satire-Zeitschrift nichts. Man fahre im gleichen Stil fort. «Wir haben nie Drohungen erhalten oder um Polizeischutz bitten müssen», sagte Barrigue. Die Täter wollten, dass man aufhöre, aber genau das könne man nicht tun. Das wäre Verrat an den Opfern, sagte der Chefredaktor. (SDA)
 

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