Zu guter Letzt: Spielend warten
Zwei deutsche Studenten hatten vor zwei Jahren eine Idee, wie man Fussgängern an Ampeln die Wartezeit versüssen könnte. Nun wird «Street Pong» Realität. Endlich!

Wenig überraschend, dass Sandro Engel und Amelie Künzler, zwei Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK Hildesheim, mit ihrer Idee 2012 weltweit für Aufsehen sorgten: Sie übertrugen Pong, die Mutter aller Videospiele, auf die Ampel-Kästchen. «Street Pong» war geboren. Damit sollte es dereinst möglich sein, mit Wartenden gegenüber zu spielen, während die Grün-Phase abgewartet wird. Bei Pong spielt man einen Ball hin und her und versucht, diesen auf der gegnerischen Seite ins Aus zu spielen.
Was im Film gezeigt wird, leuchtet zwar auf der ganzen Linie ein – es handelt sich aber leider nur um eine gut gemachte und ziemlich real wirkende Simulation. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht: Zwei Jahre lang beseitigten die beiden Entwickler technische Hürden, klärten Sicherheitsfragen, berechneten Entwicklungskosten, suchten Partner und gründeten eine Firma. Mit dem Resultat, dass «Street Pong» nun Realität wird. Am Dienstag, 18. November 2014, 15 Uhr, an der Ampel vor dem HAWK-Gebäude Goschentor, feiert das Spiel laut Mitteilung Weltpremiere. Und erobert danach hoffentlich die Welt. Weil man es den beiden Kreativköpfen gönnen würde. Und noch wichtiger: Weil man an Ampeln künftig auch Pong spielen möchte. (hae)

