Zu guter Letzt: Scheidende Geister

Die Gegend unterhalb der weiblichen Gürtellinie scheint auf die Kreativen dieser Welt eine besonders grosse Faszination auszuüben. Auf die Betrachter der entstandenen Werke eigentlich auch?

Man dachte, man habe es langsam gesehen. Hat man aber nicht. Denn einer weiteren Agentur ist die Idee gekommen, die weibliche Scheide zur kreativen Zone umzufunktionieren. Jung von Matt/Elbe greift für Eis.de, Deutschlands grösstem «Onlineshop für intime Lifestyleprodukte» (früher: Sexshop) tief in die Ideenkiste und präsentiert im Rahmen der Erotikmesse Venus in Berlin folgendes Sujet:

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Das Portemonnaie, das eigentlich gar nicht so recht wie ein Portemonnaie aussehen will – Form follows Function – ist der Anfang der «mutigen Kommunikationsmassnahmen», für die sich Eis.de entschieden habe. So JvM-Geschäftsführer Stephan Giest gegenüber Horizont.net. Zumindest wurde wieder einmal klar, dass ein durchschnittliches Sujet mit Vulva mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit erregt als ein durchschnittliches Sujet ohne Vulva. Deshalb wird uns die Idee auch in Zukunft immer wieder über den Weg laufen. Wie sie es schon in der Vergangenheit schon zur Genüge tat. Zum Beispiel die Schweizer Agentur Werbeanstalt für das Restaurant Meta's Kutscherhalle (Werbewoche.ch berichtete):

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…oder die Tierrechtsorganisation P.E.T.A. 2011 in einer Anti-Pelz-Kampagne:

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…oder DGLY Shanghai für Dior mit einer vergleichsweise dezenten Umsetzung 2009 (via):

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…oder das schwedische Frauenmagazin Tara 2008 mit dem Claim «The Magazine with more inside»:

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…oder die Agentur James & Joe Brighton für das Gay Times Magazine (via):

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…oder die Agentur TBWA\Chiat\Day New York 2008 für Absolut Vodka:

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…oder 2007 (via AOTW) der Gleitgelhersteller Aquaglide mit Fruchtgeschmack und -sujet:

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…oder die portugiesische Agentur Park Saatchi & Saatchi 2006 für das auf aphrodisierende Speisen spezialisierte Restaurant Afreudite:

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…oder Y&R Mexico 2004 für den Lippenpflegestift Chap Stick:

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Und so weiter und so fort – es liessen sich noch unzählige Beispiele anfügen. Die nächste Umsetzung steht vermutlich ohnehin irgendwo in einer Kreativschmiede in den Startlöchern, um auf die Menschheit losgelassen zu werden. Wir können es kaum erwarten.

Thomas Häusermann

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