Warum Rayneer Konkurs ging
Trotz 2-Millionen-Investment ging das personalisierte Musikfernsehen Rayneer Konkurs. Die Sonntagszeitung berichtete über die Hintergründe.
Das Startup Rayneer, das mit personalisiertem Musikfernsehen den Markt aufmischen wollte, schloss vor einem Jahr eine Finanzierungsrunde von zwei Millionen Franken ab. An Bord waren namhafte Investoren wie die Zürcher Kantonalbank oder Goldbach Group. Rayneer schaltete wenig später auf dem Internet-TV Wilmaa auf. Jetzt ist das Unternehmen pleite.
Das Aus kommt laut Sonntagszeitung überraschend. Rayneer habe zu «den Highflyern der Schweizer Start-up-Szene» gehört. Laut eigenen Angaben hatte Rayneer rund 100 000 Unique User pro Monat. Trotzdem habe das nicht gereicht, um den Konkurs abzuwenden. «Im Nachhinein wissen wir, dass wir deutlich mehr Geld benötigt hätten», sagt Flückiger gebenüber der Sonntagszeitung. «Wir haben viel Geld in das Marketing, hauptsächlich in TV-Werbung auf Privatsendern, investiert.» Zum Verhängnis wurden dem personalisierten Musikfernsehen auch die Kosten der Labelverträge. Für jedes Musikvideo von Rihanna, Bligg und Co. musste das Unternehmen Geld zahlen.
Starker Druck, viel Geld mit Werbung zu machen
Als kostenloses Musikfernsehen war Rayneer darauf angewiesen, den Zuschauern möglichst viel Werbung zu zeigen. Rayneer sei zum Verhängnis geworden, dass sie sich zu früh und zu sehr auf die Monetarisierung konzentriert hätten, schreibt die Sonntagszeitung dazu – wahrscheinlich auch auf Druck der Investoren. Durch den Druck, möglichst viel Geld durch Werbung zu verdienen, konnte Rayneer sich «zu wenig um die Bedürfnisse der User kümmern», wie Flückiger gegenüber der Sonntagszeitung sagt.
