Zu guter Letzt: Social Breast Checking
Am 1. Oktober ist internationaler Brustkrebstag. Zwei Kampagnen aus Singapur und London motivieren zur regelmässigen Selbstuntersuchung.
Würden Frauen ihre Brüste so häufig kontrollieren wie ihre Smartphones, könnten viele Brustkrebs-Erkrankungen verhindert werden. Sagt eine Kampagne von DDB Singapur. Wobei ganz so häufig wäre wohl nicht mal nötig – bedenkt man, dass laut der am Dienstag veröffentlichten Smartphone-Infografik Schweizerinnen im Schnitt 85 mal ihr Smartphone benutzen und vermutlich ähnlich oft Facebook, Twitter und Instagram «checken». Und dabei gehts – im Gegensatz zur Früherkennung – nicht mal um Leben und Tod. Allzu wörtlich muss man die Kampagne nicht nehmen – die einfachen, aussagekräftigen Grafiken transportieren die Message ohnehin ohne Umwege zur Empfängerin.



Eine ähnliche Botschaft wählte McCann, um im Auftrag von Nestlé Fitness zur regelmässigen Selbstkontrolle zu motivieren. In London versteckte die Agentur eine Kamera in Dekoltee-Nähe einer Probandin und filmte ihren Tagesablauf. Das nicht sonderlich überraschende, aber teilweise amüsante Ergebnis: Die Umwelt der Testerin schien sich merklich für die Oberweite zu interessieren. Nicht nur Männer, auch Frauen und sogar Kinder prüften mit schnellem Blick, was es zu sehen gab. Fazit diesmal: Wenn alle anderen dauernd die eigenen Brüste «abchecken», könnte frau dies eigentlich auch gleich selbst tun. Ob das wohl auch für Frauen mit weniger offenherzigen Ausschnitten gilt? (hae)
