Hochuli wehrt sich gegen Weltwoche
Susanne Hochuli sieht die Weltwoche als Instrument, um sie aus dem Amt zu entfernen. Das Wochenblatt hat vertrauliche Aussagen der grünen Regierungsrätin publiziert.
Wie die NZZ am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, geht der Streit zwischen Hochuli und der Weltwoche in die nächste Runde: Das Departement Gesundheit und Soziales, dem die Aargauerin vorsteht, hat die Anfangs September eingereichte Strafanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung ergänzt. Die Anzeige wurde eingereicht, weil die Weltwoche in ihrer vorletzten Ausgabe vertrauliche Aussagen Hochulis aus Kommissionssitzungen publizierte. Die Anzeige wurde nun ergänzt, da die Weltwoche in der letzten Ausgabe erneut Aussagen aus einer Parlamentskommission und online Auszüge aus Kommissions-Protokollen veröffentlichte.
Hochuli ist überzeugt, die Berichterstattung hätte System. Das Ziel sei, sie als Person aus ihrem Amt zu entfernen. Die Weltwoche würde sich dabei «als Erfüllungsgehilfen von Heckenschützen betätigen». Gegenüber der NZZ am Sonntag wollte sich der Verfasser Alex Reichmuth nicht äussern und Chefredaktor Roger Köppel war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die SVP-Fraktion im Aargauer Grossen Rat und die Weltwoche werfen Hochuli unter anderem Budget-Verstösse und die nicht-fristgerechte Ausschreibung von Leistungen im Asylwesen vor. (hae/NZZaS)
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