Zu guter Letzt: Was wäre wenn
Ein «Second a Day»-Video der besonderen Art lässt London im Krieg und den Betrachter in Gedanken versinken.
Die Agentur Don't Panic hat das, was jahrelange mediale Berichterstattung nicht schaffte, vollbracht: Sie macht den Krieg in entfernten Syrien zumindest ansatzweise nachvollziehbar, indem sie ihn vor die eigene (respektive englische) Haustüre holt. Die Grundlage bildet ein «Second a Day»-Video, wie man sie auf Youtube zu tausenden antrifft. Täglich wird ein kurzer Moment gefilmt, die Kurzsequenzen am Schluss zu einem Video zusammengeschnitten und so ein längerer Zeitraum – meist ein Jahr – in wenigen Minuten zusammengefasst (Beispiel: 2012 pro Tag eine Sekunde).
Besagter Werbespot der Organisation Save the Children beginnt mit dem unbeschwerten Leben eines englischen Mädchens, dessen heiles Leben im Laufe der Zeit von einem Kriegsausbruch erschüttert wird. Der überzeugend umgesetzte Film schaffte es in den letzten zwei Tagen in die bekanntesten englischen Medien und erobert nun – Blogs und Social Media sei Dank – den Rest der Welt. «It's easy to forget that Syria was a middle income country, where children enjoyed the benefits of education, healthcare and the other basic rights our children take for granted — not to mention Facebook accounts, video games and youth culture», so Jack Lundie von Save the Children. Message angekommen. (hae)
