Zu guter Letzt: Meine erste Schönheits-OP

Pädagogisch wertvoll: Mit einer App konnten Neunjährige Schönheitsoperationen an Barbie vornehmen.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Beziehungsweise gab, denn Apple hat «Plastic Surgery & Plastic Doctor & Plastic Hospital Office for Barbie» mittlerweile aus dem iTunes Store entfernt. Gut eine Woche nach dem Release war die Zeit dafür reif. Erst recht wenn man bedenkt, dass Apple sonst recht zügig und unzimperlich Inhalte der Stores löscht – mit Begründungen, die wesentlich schwerer nachvollziehbar sind.

Zurück zu Barbie: Besagte App hatte nichts mit «Barbie»-Hersteller Mattel zu tun, sondern wurde von einer Frau namens Corina Rodriquez entwickelt. Ziel des Spiels war es, in der Rolle des Schönheitschirurgen ein «unglückliches Mädchen, das so viel Übergewicht hat, dass ihm keine Diät helfen kann» durch Fettabsaugung «schlank und wunderschön» zu machen. Altersempfehlung: Ab neun Jahren.

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Bilder: Corina Games via Buzzfeed.com

Man muss weder Feministin, noch Kinderpsychologe, Moralapostel oder Weltverbesserer sein um zum Schluss zu kommen, dass es auf der Spielpalette für zehnjährige Mädchen kaum einen pädagogisch absurderen Blödsinn gibt. Laura Bates, Gründerin eines Anti-Sexismus-Projektes und Initiantin des Protests gegen die App, erklärte gegenüber The Guardian solche Spiele seien «unglaublich schädlich» für das Bild, das junge Mädchen vom menschlichen Körper hätten. Der Name «Barbie» mache die App besonders attraktiv für jüngste Userinnen, die durch iPad und iPhone einfachsten Zugang dazu bekämen. Wohl wahr. Für Android existierte übrigens eine ähnliche App, auch Google hat sie entfernt. (hae)

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