Zu guter Letzt: Zugedröhnte Delfine

Was Tier- und Naturdokumentationen anbelangt, kann BBC niemand das Wasser reichen. Neuster Beweis: Delfine beim Drogenkonsum.

Delfine sind uns Menschen ählicher, als uns lieb sein darf. Jahrzehntelang verkauften wir sie für dumm, indem wir sie sinnfreie Kunststücke vorführen liessen. Die Schweiz ist fein raus und bereits seit 2013 (lange ist’s her!) Delfinarium-frei. Die Conny-Land-Betreiber konnten die Problematik bis zuletzt nicht nachvollziehen. Da hätte vermutlich auch ein weiteres «Talk Täglich» nichts bewirkt. Vielleicht hilft BBC.

Der erstaunlichen Dokumentations-Abteilung des britischen Staatsfernsehens ist es nämlich gelungen, Delfine beim Drogenkonsum zu filmen. Verwendet wird hierzu ein Kugelfisch. Das aus der japanischen Küche bekannte Tier enthält in gewissen Körperteilen eines der stärksten Nervengifte überhaupt. In geringen Mengen wirkt Tetrodotoxin jedoch narkotisierend. Wie bei jedem Gift eine Frage der Dosis. Das braucht man den gefilmten Delfinen nicht zu erklären – genüsslich geben sie den toten Kugelfisch weiter, sobald die gewünschte Wirkung einsetzt. Einmal mehr ist damit bewiesen: Sie haben definitiv besseres zu tun, als vor kreischenden Schulklassen durch Reifen zu springen. (hae)

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