Ringier verkauft Beteiligungen

Ringier und Axel Springer ziehen sich aus Tschechien zurück. Zudem verkauft Ringier seinen Anteil an Good News. Mit den Erlösen wolle das Medienhaus auch dieses Jahr seine Erfolgsrechnung aufbessern, so die NZZ.

Das Jahresende sei für die Tochterfirmen des Medienhauses Ringier eine gefährliche Zeit, heisst es in der NZZ am Sonntag. Regelmässig trimme dann Unternehmenschef Marc Walder die Bestände und stosse die eine oder andere Tochter ab. Mit den auffallenden Verkäufen zum Jahresende sorge der CEO für genug ausserordentliche Erträge, dass die Erfolgsrechnung einigermassen im Lot bleibe.

Mit Zahlen belegen kann die NZZ diese Behauptung nicht. Ausserordentliche Erträge weist das Unternehmen nicht aus, und der Pressesprecher teilte der NZZ gegenüber mit, der Konzern kommentiere die publizierten Zahlen nicht weiter.

Im Falle des Anteileverkaufs von Good News geht allerdings auch die NZZ nicht von einem hohen Ertrag aus. Eher scheine der Verkauf ein Eingeständnis, dass Ringier in diesem Bereich nicht richtig Fuss fassen konnte. Die alteingesessene Konzertagentur sei ein Schatten dessen, was Ringier einst eingekauft hat – vor allem seit Gründer André Béchir vor einem Jahr seine Zusammenarbeit mit Ringier beendete und das Konkurrenzunternehmen ABC Production gründete.
 

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