Zu guter Letzt: Geliebte mit Kopftuch

Das Online-Seitensprungportal Ashley Madison hat es geschafft, genug provokative Klischees in ein einziges Plakat zu packen, dass es innert wenigen Tagen wieder abgehängt werden musste.

Die einfachen Zutaten für eine öffentlichkeitswirksame Empörung über ein Werbeplakat: Eine keifende deutsche Ehefrau, unterwürfige willige Ausländerinnen und eine türkische Geliebte mit Kopftuch. Und nebenbei noch ein bisschen lustig machen über Gewalt in der Ehe. So ähnlich zumindest fasst der deutsche Werberat das eingegangene Beschwerdeschreiben zusammen: «Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, die Darstellung einer türkischen Frau als unterwürfig und der deutschen Frau als zickig und gewalttätig sei rassistisch und diskriminierend, sowohl im Hinblick auf türkische wie auf deutsche Frauen. Zudem sei die Darstellung eines geschlagenen Ehemannes, der als Lösung zu einer devoten türkischen Geliebten flieht ebenfalls diskriminierend und verharmlose das bestehende Problem der Gewalt in der Ehe.» Bei Ashley Madison ist man kaum unglücklich über die Aufregung. (sis)

1.ashleymadion

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