Zu guter Letzt: Der Mann im rosa Tutu
Der amerikanische Fotograf Bob Carey schenkte seiner krebskranken Frau Fotos von sich selbst, wie er in einem rosa Tutu tanzt. Die Deutsche Telekom verwendet die emotionale Geschichte nun für ihre Imagekampagne.
Nach der Krebsdiagnose seiner Frau habe bei ihm «eine Art Therapie eingesetzt», so der Fotograf im Making-of zum Werbefilm: «Ich schnappte mir ein Tutu, ging raus und machte Fotos.» Nicht nur Bob selbst helfen diese Bilder, sondern auch seiner Frau Linda. Sie nimmt sie jeweils zur Behandlung mit, weil der tanzende Tutu-Mann sie zum Lachen bringt. Das kann man nachvollziehen. Es ist zwar etwas absurd, aber das Ganze sieht lustig aus. Erst recht wahrscheinlich, wenn in dem Tutu der eigene Mann steckt.
Etwas weniger gut nachvollziehen kann man, wieso Bob diese Bilder auf Youtube verbreitete und später auch für die Kampagne der Telekom zur Verfügung stellte. «Besondere Geschichten werden größer, wenn man sie teilt», so lautet die Botschaft der Telekom-Kampagne. Bob und Linda ihrerseits werden im Gegenzug wohl Geld bekommen für ihr «The Tutu Project» und die dazugehörige Stiftung «Carey Foundation», welche sich für an Brustkrebs erkrankte Frauen einsetzt. Nicht zuletzt sieht Bob irgendwie so aus, als hätte er Freude daran, das öffentliche Tutu-Tanzen für sich entdeckt zu haben. (sis)
