Zu guter Letzt: Gehören Homestories bald der Vergangenheit an?

Homestories, Bilder von der Hochzeit und später vom Nachwuchs – Hauptsache man ist in den Medien. Genau das scheint das Credo vieler Schweizer Politiker zu sein. Eine, die es ohne diese Tricks nach oben geschafft hat, ist die frisch gekürte Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. Ist eine Trendwende in Sicht?

Chantal Galladé und Christoph Blocher sind nur zwei Beispiele aus der Politlandschaft, die sich nicht scheuen, den Medien die Haustüre zu öffnen und Einblick in ihr Privatleben zu gewähren. Präsentation und Inszenierung ist das A und O. Wer Karriere machen will, der muss die Ich-AG vermarkten. Aber wie hat denn Pascale Bruderer den Weg nach oben geschafft? Für Homestories ist sie nicht zu haben, der Schweizer Illustrierten hat sie wiederholt abgesagt und von ihrer Hochzeit gab es nur eine Kurzmitteilung in der Zeitung Sonntag ohne Fotos. Ihre höhere Medienpräsenz verdanke die Jungpolitikerin vor allem ihrer Wahl zur jüngsten Nationalrätin 2002, so das Blatt. Ansonsten hätte ihr die Zurückhaltung wohl nicht mehr Medienaufmerksamkeit gebracht. Bruderer dürfte deshalb ein Einzelfall bleiben, von einer Trendwende kann keine Rede sein. Wer also kein anderes Ass im Ärmer hat, der muss wohl auch weiterhin auf herkömmliche Mittel zurückgreifen. Die Konsumenten dürfen aufatmen, für Spannung ist gesorgt.

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