Schweizer Werbemarkt schrumpft 2014
Zweimal pro Jahr befragt die Media Research Group 750 grosse Schweizer Werbeauftraggeber über ihre Werbeausgaben in den kommenden zwölf Monaten. Bis Mitte 2014 werden sie voraussichtlich um 3,75 Prozent zurückgehen.
Das gesamte Kommunikationsvolumen für die Periode Juli 2013 bis Juni 2014 beträgt 5,55 Milliarden Franken. Dies sind 217 Millionen Franken weniger als zu Beginn des Jahres. Gleichzeitig ist dies auch der tiefste Wert seit 2010. Am stärksten vom Rückgang betroffen sind die klassischen Medien, die insgesamt um 4,5 Prozent abnehmen. Etwas geringer sind die Einbussen bei der übrigen Kommunikation, die 3 Prozent verliert.
Werbe-Investitionen in die klassischen Medien:

Die drei traditionellen Säulen der klassischen Werbung (Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen) sind vom Rückgang am stärksten betroffen. Gewonnen haben die Online- und Mobile-Medien, die bereits bei einem Anteil von 17,4 Prozent angelangt sind.
Werbe-Investitionen in die übrigen Medien:

Der Rückgang der nicht-klassischen Kommunikation um 81 Millionen geht auf die Kappe der Verkaufsförderung (inkl. Werbung am POS), der Direktwerbung und der Messen. Sponsoring und PR kommen einigermassen ungeschoren davon. Auch im Bereich der nicht-klassischen Kommunikation ist es in den letzten Jahren zu deutlichen Verschiebungen gekommen. Die Direktwerbung hatte 2010 noch ein Volumen von 900 Millionen Franken. 2012 ist sie unter die 800 Millionen-Marke gesunken. In diesem Bereich ist sie seither stehen geblieben. Jetzt fällt sie erstmals etwas weiter nach unten. Wenig Bewegung ist beim Sponsoring auszumachen. Wie vor fünf Jahren liegen die Investitionen der Werbewirtschaft für das Sponsoring bei 630 Millionen Franken.
