Wilmaa will die Wohnzimmer erobern
Wilmaa lanciert bald eine eigene TV-Box mit simpler Fernbedienung. Dank Glasfaser-Technologie sollen Kombiangebote möglich sein. Auch andere Internet-TV-Anbieter machen den etablierten Unternehmen das Leben schwer.
Wie die NZZ am Sonntag weiss, soll die «Wilmaa-Box» noch Ende 2013 «auf das Weihnachtsgeschäft» auf den Markt kommen. Pressechef Michael Loss gibt sich gegenüber der Zeitung bedeckt, verrät aber, dass das Unternehmen gleichzeitig auch Glasfaserangebote lancieren werde – was also auch Kombiangebote (Internet, TV, Telefon) wie diejenigen der Konkurrenz (Kabelanbieter, Swisscom, Sunrise) ermöglicht.
Die «Wilmaa-Box» soll das Fernseherlebnis vereinfachen – zu viele Fernbedienungen, zu viele Tasten, zu komplexe Menuführungen machten laut Loss den Kunden bisher das Leben schwer. Die Wilmaa-Fernbedienung soll nur sieben Knöpfe haben und für alle Geräte im Wohnzimmer funktionieren.
Auch andere Online-TV-Dienstleister haben den Kampf ums heimische Fernsehgerät längst angenommen: Auf internetfähigen Samsung-Fernsehern sind Teleboy und Zattoo mit eigenen Apps vertreten. Beide Firmen arbeiten daran, auch auf die Geräte anderer Hersteller zu gelangen. Besonders interessant scheint in diesem Zusammenhang die 2014 erscheinende neue Xbox – denn die sowohl mit dem Fernseher, wie auch in der Regel dem Internet verbunden.
Wie die NZZ am Sonntag schreibt, wird auch Google bald ein Wort im umkämpften TV-Markt mitreden. Mit einem USB-Stick namens Chromecast lassen sich Browser-Inhalte von jedem Gerät direkt auf den Fernseher streamen. Apple TV kann dies auch – allerdings nur von Apple-Geräten aus und zu einem deutlich höheren Preis (Chromecast kostet in den USA 35 Dollar). (hae/NZZaS)
