Zu guter Letzt: Brille für die Ohren
Die meisten Menschen gestehen sich lieber eine Sehschwäche ein als ein Hörproblem. Draftfcb hat die Kanadier unter dem Vorwand eines kostenlosen Sehtests dazu gebracht, sich dennoch mit dem Ohren-Thema zu befassen.
Die Vorstellung, eine Brille zu tragen, schreckt die Menschen wohl weniger ab, als sich vor dem inneren Auge ein Hörgerät anzulegen. Das ist nachvollziehbar – gilt doch die Sehhilfe gleichzeitig auch als modisches Accessoire, während die akkustische Unterstützung eher mit fortgeschrittenem Alter assoziiert wird. Draftfcb Toronto für das kanadische Hörzentrum UHAC deshalb zu einem vermeintlichen Sehtest eingeladen – kostenlos im Fernsehen und an Plakatwänden. In Tat und Wahrheit unterzieht sich der Betrachter und Zuschauer aber einem unfreiwilligen Hörtest.
Der TV-Spots (siehe unten) wurde mit einem Hochfrequenzton unterlegt, den nur Gehöre in Hochform wahrnehmen. Oberhalb der Plakate sorgte ein Bewegungsmelder auch outdoor für den Ton. Allerdings ist es ja eine altbekannte Tatsache, dass mit zunehmendem Alter die Fähigkeit abnimmt, gewisse Frequenzen zu hören. Wer den Ton also nicht hört: Man verpasst in dieser unangenehmen Höhe nicht viel. Wer den Ton trotzdem hören möchte: Ab zum nächsten Optiker. (hae)
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