Der Landbote: Tamedia interessiert an Übernahme

Tamedia ist bereist seit längerem mit 20 Prozent am Landboten beteiligt. Sollte die Zeitung verkauft werden, ist die Tamedia-Gruppe an einer Übernahme interessiert, wie Finanzen.ch am Freitag schreibt.

Der Winterthurer Landbote bilde einen integrierenden Bestandteil des Verbunds Zürcher Regionalzeitungen. Dies erklärte Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino gemäss Finanzen.ch in einem Interview mit der Bilanz (Ausgabe 11/2013). Ob Tamedia tatsächlich ein Vorkaufsrecht besitzt, habe er indes nicht konkret bestätigen wollen. «Wenn man uns kennt, müsste man fast davon ausgehen. Aber darüber spricht man nicht», so seine Antwort.

Klarer antwortete Supino zum Verkauf der Finanzzeitung Finanz und Wirtschaft FuW: «Es gibt keine Absichten, die FuW zu verkaufen». Aufgrund der dramatischen Rückgänge bei den Finanzanzeigen sei die FuW zum Sanierungsfall geworden, so seine Aussage. Dem Team sei der Turnaround aber gelungen. Damit sei das Blatt wieder gut aufgestellt und eine weitere Sparrunde nicht geplant.

Mediales Überangebot

Für die Zukunft im Bereich Zeitungen rechnet Supino gemäss Finanzen.ch mit einer weiteren Konsolidierung. Es gebe in der Schweiz ein kolossales mediales Überangebot. Seiner Meinung nach werde es in Zukunft weniger bezahlte Tageszeitungen geben. «Und jene, die übrig bleiben, müssen ihr Profil schärfen und ihre Qualitätsversprechen auf allen Kanälen einlösen», sagt er.

In der französischsprachigen Schweiz ist Tamedia zuletzt im Zusammenhang mit Sparbemühungen in die Kritik gekommen (Werbewoche.ch berichtete). Supino glaubt gemäss Finanzen.ch weiter an die Daseinsberechtigung von Le Matin: «Wir haben die Ambition, ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die Zeitung zu finden. Ich hoffe, dass dies gelingt.»

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