Wer wird Werber des Jahres?
Die Werbewoche-Abonnenten dürfen abstimmen, wer am 4. Februar den neuen Egon-Pokal bekommt.
Während seines BWL-Studiums hat Geri Aebi herausgefunden, «dass Werbe-Texten für Agenturen einträglicher ist als Paket-Verfrachten bei der Post». Darum hat er es nach dem Uni-Abschluss als Texter versucht. Nach vier erfolgreichen Jahren bei Aebi & Partner wollte er für ein oder zwei Jahre ins Ausland. Daraus wurden 15, davon 12 bei GGK Wien. Zuerst als CD, bevor ihn das BWL-Wissen wieder einholte und Aebi 1997 Geschäftsführer wurde. Diese nicht weit verbreitete CEO-Kombination von Betriebswirtschafter und Kreativem erwies sich auch nach der Rückkehr in die Schweiz als persönliche Erfolgsformel: 2002 CEO Wirz Werbung, 2005 MBO Wirz-Gruppe, 2008 Vorsitz der Wirz-Gruppenleitung. Dazu ADC- und BSW-Vorstand seit mehreren Jahren. Geri Aebi sieht seine ehrenvolle Nominierung weniger als Würdigung für 2009 per se, sondern eher für die langfristig erfolgreiche Arbeit bei Wirz. Und da er sich immer als «Spieler-Trainer» verstanden habe, gilt der «Werber des Jahres» somit ebenso seinem tollen Team, «ohne das weder der finanzielle noch der kreative Turnaround der Agentur möglich gewesen wäre». Seit rund drei Jahren ist Wirz wieder «back in business». Bei 12 bis 15 Pitches im Jahr wird fast jeder zweite gewonnen. 2009 freuten sich Aebi und seine Crew natürlich besonders über den «big win» der Migros-Angebotswerbung sowie die Spitzen-Klassierungen in der Top-500-Kundenumfrage von Media-Research.

Regula Fecker, Partnerin und Mitgründerin Rod Kommunikation
Nach der Matura und einem Praktikum in einer PR-Agentur heuerte Regula Fecker als 20-Jährige 1998 bei Honegger/von Matt in der Beratung an, wo sie mit Kunden wie Disaronno und Winston ihr Handwerk erlernte. Im Laufe der Jahre entwickelte sie ein immer stärkeres Interesse für Menschen, ihre Verhaltensmuster, in welcher Beziehung sie zu Marken stehen und wie sie auf Kommunikation reagieren. Der Wechsel in die Strategische Planung ermöglichte es ihr, diesem Interesse verstärkt nachzugehen. 2003 verliess Regula Fecker die Schweiz, um sich an der Miami Ad School weiterzubilden. Das «Bootcamp for Account Planning» schloss sie als erste Nicht-Amerikanerin als Jahrgangsbeste ab. Es folgte ein Jobangebot von TBWA\CHIAT\DAY New York sowie von TBWA\ Berlin, wo die Schweizerin die Strategische Planung leitete. Danach kehrte sie in die Schweiz zurück, wiederum zu Jung von Matt/Limmat. 2007 gründete sie mit dem Art Director Oliver Fennel und dem PR-Berater David Schärer in Zürich-Enge die Agentur Rod Kommunikation. Catherine Mühlemann, Ex-MTV-Central-Europe-Chefin, sitzt im Verwaltungsrat von Rod. Die Agentur gilt zweieinhalb Jahre nach der Gründung als kreativer und strategischer «Hot Shop» mit 16 Mitarbeitenden und Kunden wie 20 Minuten, Ikea, Bell, Hotelplan, Médecins Sans Frontières und Sanitas. Rod wurde 2008 als «Newcomer-Agentur des Jahres» im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.

Markus Gut, CCO Young-&-Rubicam-Gruppe
Der Umzug der Young-&-Rubicam-Gruppe ins Zürcher Westend war ein wichtiges Zeichen für den Neustart, den Markus Gut als CCO zusammen mit seinem CEO Andreas Widmer meistern konnte. Rund um die Aufbruchstimmung an der Hardturmstrasse konnte Y&R auch in dieser allgemein schwierigen Zeit viele neue Kunden und Pitches gewinnen. Das führte die Y&R-Gruppe bereits 2008 auf Platz 1 im Kreativranking der Werbewoche. Ein Erfolg, der auch 2009 getoppt werden konnte. Ähnliche Resultate hat Markus Gut bereits früher bei Publicis regelmässig erzielen können, wo er acht Jahre lang die gleiche Rolle als oberster Kreativchef einnehmen durfte. Mehrere hundert Kreativpreise haben Markus Gut seit 2003 bis heute zuverlässig jedes Jahr eine Nomination zum «Werber des Jahres» eingebracht. Ebenso regelmässig ist er Juror an internationalen Festivals. Markus Gut doziert am Sawi, an der Kreativschule des ADC/BSW sowie an der HSG St. Gallen. Neu wirkt er seit diesem Jahr im Vierer-Präsidium des ADC. Zu seinen privaten Leidenschaften gehören der eigene Wein sowie der preisgekrönte Grappa aus seinem Al Mulinetto in Gordoba. Am Greifensee plant der Kreative zudem als Mitinitiant ein Restaurant, das auf dem Bau von Jean Nouvel an der Expo.02 basiert.

Alexander Jaggy, CD und Teilhaber Jung von Matt/Limmat
Für den Kreativdirektor und Teilhaber von Jung von Matt/Limmat begann das Jahr fulminant: Nach dem prestigeträchtigen Gewinn des Migros-Etats gelang es Alexander Jaggy und seinem Team nach nur 100 Tagen, einen Cannes-Löwen nach Hause zu bringen – den ersten für die Migros seit 14 Jahren. Jaggy ist der Kopf hinter der Kampagne mit dem beliebten Migros-Huhn. Die Krönung einer sehr vielseitigen Karriere. Unmittelbar nach seinem Abschluss als Handelskaufmann stieg er 1990 bei BBDO als Texter ein. Danach wechselte er zur legendären GGK. 1994 ging es nach Deutschland. Erst zu Springer & Jacoby, dann zu Jung von Matt. 1999 siedelte er nach London über, um für Springer & Jacoby das internationale Büro mit aufzubauen. 2001 kehrte er für den Start von Jung von Matt/Limmat in die Schweiz zurück. In acht Jahren hat Jaggy die Agentur in Zürich zum wirtschaftlich und kreativ erfolgreichen Unternehmen geformt: In der Umfrage der 500 grössten Werbeauftraggeber wurde Jung von Matt/Limmat zum 7. Mal in Folge zur besten Agentur der Schweiz gewählt. Im August hat Alexander Jaggy sein MBA erfolgreich abgeschlossen. Seine Abschlussarbeit trägt den Titel «Unpredictability» und beschäftigt sich mit Echtzeit-Management. Er ist Präsidiumsmitglied im ADC Schweiz. Darüber hinaus ist er Mitglied im ADC für Deutschland und Member des englischen D&AD. Alexander Jaggy ist verheiratet und hat drei Kinder.

Marion Marxer, Mitglied der Geschäftsleitung Jung von Matt/Limmat
Seit Dezember 2009 führt Marion Marxer die Bereiche Digital Media und Dialog bei Jung von Matt/Limmat und nimmt auch Einsitz in die Geschäftsleitung. Sie soll bei Jung von Matt im schnell wachsenden Bereich Web weiterhin für markanten Aufschwung sorgen. Marion Marxer kann 15 Jahre Erfahrung in allen Kommunikationsdisziplinen vorweisen und wirkte zuletzt bei Publicis. 2005 ist sie dort als Senior Brand Director eingestiegen. Wichtige Kunden waren Swisscom, PostFinance und Migros. 2007 wurde sie Managing Partner und Mitglied der Geschäftsleitung. In nur zwei Jahren hat Marxer bei Publicis den Bereich digitale Kommunikation von 0 auf 20 Mitarbeitende aufgebaut und auch die .nemos in die hausinterne Onlineagentur Modem integriert. Marion Marxer hat mit einem Marketingstudium in den USA einen MBA mit ihrer Arbeit über «Digital Impact on Media and Society» erworben. Zu ihren wichtigsten Preisen gehören eine Cannes Cyber Lion Shortlist für Chocolat Frey, der Crossmedia Award Gold für Migros M’8 sowie Silber für die Migros-Lieblingsprodukte. Privat ist die Werbefrau mit der Organisation des jährlichen Festivals «tweakfest» für digitale Kultur und digitalen Lebensstil engagiert.







