Zu guter Letzt: Der Quadrocopter-Schwarm – «Eine völlig neue Kunstform»
Als Vorbote für den Paramount-Film «Star-Tek – Into Darkness» zeichnete gestern Abend ein Schwarm von 30 Mini-Helikoptern das Star-Trek-Logo in den Himmel über London. Ein Entwickler der Choreografie bezeichnet die Lichtshow bereits als «völlig neue Kunstform».
Die LED-bestückten Mini-Helikopter starteten gestern Abend zu einer spektakulären Show: Sie zeichneten das Star-Trek-Logo in den Nachthimmel über der Londoner Innenstadt. In Auftrag gegeben hatte die fliegende Lichtskulptur Filmproduzent Paramount. Die Lichtshow sollte auf den Kinostart der neuen Star-Trek-Folge «Into Darkness» hinweisen, die im Mai in die europäischen Kinos kommt.
Entwickelt wurde die Choreografie der mit LED-Beleuchtung ausgerüsteten Quadrocopter vom Linzer Ars Electronica Futurelab. Die Fluggeräte stellte die Ascending Technologies aus Krailling bei München. Die nur 500 Gramm schweren Kleinhubschrauber werden elektrisch angetrieben. Sie besitzen ein GPS-Modul, mit dem sie autonom ihre Position ansteuern und halten können. Eine vom Ars Electronica Futurelab entwickelte Software gibt per Funk die Positionen vor. Mit kleinen LED-Lampen als Nutzlast können die Quadrocopter am Himmel dynamisch beliebige Figuren bilden.
Nach der Premiere bei der Linzer «Klangwolke» war dies der zweite Einsatz des Quadrocopter-Schwarms. Auf Basis der Gestaltungssoftware 3D-Studio-Max entwickelte das Ars Electronica Futurelab die Steuerungssoftware für den Schwarm. Wie bei einer Animation definieren Designer die dreidimensionale Form der Lichtskulptur und ihre Bewegungen. Das jeweilige Ergebnis wird an die Flugkontroll-Software übermittelt. Diese sendet die anzusteuernden Koordinaten an die Quadrocopter. Dabei ist sie unempfindlich gegenüber Störungen durch Handyfunk oder WLAN-Netze und berücksichtigt sogar geringe Positionsabweichungen durch GPS-Messfehler oder Wind, so dass eine sichere Choreografie auf engstem Raum möglich ist.
«Mit diesem Schwarm haben wir eine völlig neue Kunstform entwickelt, eine fliegende Lichtskulptur» sagt Horst Hörtner vom Ars Electronica Futurelab.
Eine «völlig neue Kunstform»? Ob dies nicht doch ein wenig übertrieben ausgedrückt ist? Sehen Sie selbst:
