Zu guter Letzt: Des kleinen Werbers Oppositionsstrategie

Gael García Bernal verkauft als PR-Mann René Saavedra alles mit dem Versprechen auf eine bessere Zukunft für Chile – Kinostart von «No» ist am 21. März, und für einen guten Start ins Wochenende ist damit bereits gesorgt.

Am Donnerstag kommt der Spielfilm «No» des Chilenen Pablo Larraín in die Deutschschweizer Kinos. Der Film dreht sich um den Werber René Saavedra, gespielt von Gael García Bernal. Als er von einer Gruppe Oppositioneller angestellt wird, um wirklich etwas für Chile zu tun – nämlich die Diktatur Augusto Pinochets zu beenden – ist er zunächst hilflos. So die Film-Besprechung der SDA. Anstatt Pinochets blutige Untaten – Folter, Verschleppung, 3'000 getötete Regimegegner – zu abschreckenden Werbespots zu verarbeiten, bevorzuge der Protagonist Musik, Tanz und Gückseligkeits-Versprechen im Coca-Cola-Stil.

Simpel sei der Film deswegen jedoch keineswegs, sondern eher erstaunlich aktuell: Im Geschehen des Spielfilms sei es Alltag geworden, Politik mit möglichst unreflektierten Emotionen statt konkreten Fakten zu verkaufen – und das nicht zum Besten aller, heisst es in der Filmkritik der SDA weiter.

Politik im Stile der Manipulationspsychologie von Erfrischungsgetränke-Werbung zu verkaufen – Emotionen statt Fakten: Das ist auch hierzulande kein unbekanntes Stilmittel. Ein sicherlich sehenswerter Film also. (uma)

Teaserbild: Keystone

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