Mobilmachung
Der Berner Start-up Muvacon hat sich darauf spezialisiert, Websites Mobile-tauglich zu machen. Co-Gründer Alessandro Graf berichtet über seine Erfahrungen an der Mobilmachungsfront.

Deependra Pandey (links) und Alessandro Graf (rechts) haben zusammen den Start-up Muvacon gegründet, der auf mobile Websites spezialisiert ist und am 20. Februar mit dem Förderpreis von Basecamp4Hightech, dem Förderungsprogramms für Jungunternehmen des Kantons Bern, ausgezeichnet wurde.
Zuerst kurz zu Ihrem Angebot. Was ist das Besondere an Ihrem Lösungsansatz?
Unsere Lösung ist CMS-unabhängig, optimiert für praktisch alle mobilen Geräte, schnell realisierbar, kostengünstig und beinhaltet alle wichtigen Funktionen. Dank einem Software-Entwicklungsteam in Indien haben wir preisgünstig Zugang zu den neusten und innovativsten Technologien. Zudem ist unser Design sehr kundenorientiert und einfach in der Handhabung.
Mit welchem Ansatz gehen Sie bei der Gestaltung mobiler Websites vor?
Es ist für die Nutzer unterwegs sehr wichtig, dass der Inhalt nicht gleich dem Inhalt der Standard- Website entspricht, sonst werden sie mit zu vielen Informationen überhäuft. Dies ist ein Nachteil der oft erwähnten sog. Responsive-Design-Lösungen, welche zudem kostenintensiver sind. In einem nächsten Schritt passen wir die Inhalte unserer Kunden und deren Endkunden spezifisch an, geben dem Kunden Feedback über Text und Bild und installieren die mobile Webseite innert zwei bis drei Wochen auf dem Kundenserver.
Sie haben bereits 17 Kundenprojekte realisiert und sind dabei, weitere zu gewinnen. Welches sind die hauptsächlichen Beweggründe, die heute Unternehmen veranlassen, die eigene Website Mobile-tauglich zu machen?
Das ist der Zeitgeist – die meisten Kunden von Unternehmen werden mobiler und sind viel unterwegs. Folglich zielen so ziemlich alle Marketingaktivitäten aufs Mobile: egal ob Zeitungsinserate, Radiospots, Mund-zu-Mund-Propaganda – alles geschieht unterwegs. Die einen möchten innovativ sein und mit dem Zeitgeist mitgehen, die anderen möchten ihre Kundenbindung stärken oder sogar neue Kunden ansprechen. Jedoch gibt es bei den Unternehmen eine gewisse Zurückhaltung. Die meisten wollen nicht zu den ersten gehören und den nächsten Schritt wagen. Hinzu kommt, dass die meisten Lösungen auf dem Markt eine Veränderung oder gar eine Neugestaltung der Webseite verlangen, was wiederum sehr kostspielig sein kann. Die Mobile- Thematik bedeutet auch, dass zum Teil die internen Prozesse überdacht werden müssen, so dass sich ein Unternehmen ganzheitlich auf die Mobile- Kunden fokussieren kann.
Wie nehmen Sie bei Kommunikations- und Werbeprofis, die ja oft eine Scharnierfunktion zwischen Unternehmen und Website-Produzenten haben, das Problembewusstsein für die Mobile-Thematik wahr?
Wir haben bereits für eine Werbeagentur aus der Schweiz und eine aus Frankreich mobile Webseiten erstellt, und zu anderen haben wir Kontakte aufgebaut. Dabei habe ich bisher zwei Sichtweisen festgestellt: Die einen sehen den Bereich eher als Zukunftsmusik und beobachten dieses Phänomen mit der gleichen Distanz wie Social Media. Andere Agenturen wenden mobile Massnahmen eher für besonders innovative Kunden an, aber noch nicht für alle. Bei fast allen Werbeagenturen ist zu spüren, dass diese für die letzten zehn Jahre praktisch nur analoge Werbemassnahmen geplant haben. Nun müssen sie erkennen, diese neue Sparte in die bestehenden Werbemassnahmen zu integrieren, um die Kundenwünsche noch vollumfänglicher erfüllen zu können. Deshalb arbeiten wir sehr eng mit Werbeagenturen zusammen und beraten sie bei jeglichen Anliegen rund um Mobile, wie zum Beispiel Aufklärung über die neusten Technologien und Trends sowie über gezielte Einsatzmöglichkeiten von mobilen Werbeinstrumenten. Zudem sind wir mit unseren Produkten sehr schnell in der Umsetzung und flexibel, um auf etwaige individuellen Kundenwüsche einzugehen.
Welche Entwicklung erwarten Sie im Mobile- Markt in der Schweiz in den nächsten Jahren?
In der Schweiz gibt es rund 312 000 KMU. Davon haben in der Hightech-Industrie-Branche 94 Prozent und in der modernen Dienstleistungsbranche 86 Prozent eine eigene Webseite. Auch eine hohe Anzahl von kleinen (80%) und mittelgrossen (93%) Unternehmen haben ihre eigene Webseite. Auf der anderen Seite haben wir eine sehr hohe Smartphone- Penetration in der Schweiz (nach den neuesten Erkenntnissen sind dies 3,6 Millionen). Knapp 60 Prozent benutzen das Smartphone täglich zum Surfen im Internet. Diese Tatsache wird die Schweizer KMU dazu zwingen, in naher Zukunft in den Mobile- Markt einzusteigen. Genau diese Situation verlangt nach einer Lösung, die kundenindividuell, kosteneffizient, mit ansprechendem Design und funktional ist – dies waren die Überlegungen bei der Entwicklung unseres Produkts.
Was müsste aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Mobile-Markt weiter wachsen kann?
Unternehmen sollten analysieren, wie viele Besucher schon heute über ein mobiles Endgerät die Unternehmenswebseite besuchen respektive besuchen möchten. Anschliessend sollten sie kritisch ihre Prozesse speziell mit dem Fokus auf Mobile hin überprüfen. Denn viele Prozesse werden durch Mobile effizienter, effektiver. Und Fehlerquellen werden reduziert, etwa wenn Mobile-Payment eingesetzt wird. Dies birgt ein hohes Sparpotenzial für Unternehmen. Auch die Kundenbindung kann durch das Smartphone erhöht werden. Um diese Vorteile vollständig auszuschöpfen, bedarf es einer unternehmensspezifischen Beratung, die aufzeigt, welche mobilen Massnahmen das Unternehmen weiterbringen und spezifisch für den zukünftigen Mobile- Markt rüsten.
Zuerst kurz zu Ihrem Angebot. Was ist das Besondere an Ihrem Lösungsansatz?
Unsere Lösung ist CMS-unabhängig, optimiert für praktisch alle mobilen Geräte, schnell realisierbar, kostengünstig und beinhaltet alle wichtigen Funktionen. Dank einem Software-Entwicklungsteam in Indien haben wir preisgünstig Zugang zu den neusten und innovativsten Technologien. Zudem ist unser Design sehr kundenorientiert und einfach in der Handhabung.
Mit welchem Ansatz gehen Sie bei der Gestaltung mobiler Websites vor?
Es ist für die Nutzer unterwegs sehr wichtig, dass der Inhalt nicht gleich dem Inhalt der Standard- Website entspricht, sonst werden sie mit zu vielen Informationen überhäuft. Dies ist ein Nachteil der oft erwähnten sog. Responsive-Design-Lösungen, welche zudem kostenintensiver sind. In einem nächsten Schritt passen wir die Inhalte unserer Kunden und deren Endkunden spezifisch an, geben dem Kunden Feedback über Text und Bild und installieren die mobile Webseite innert zwei bis drei Wochen auf dem Kundenserver.
Sie haben bereits 17 Kundenprojekte realisiert und sind dabei, weitere zu gewinnen. Welches sind die hauptsächlichen Beweggründe, die heute Unternehmen veranlassen, die eigene Website Mobile-tauglich zu machen?
Das ist der Zeitgeist – die meisten Kunden von Unternehmen werden mobiler und sind viel unterwegs. Folglich zielen so ziemlich alle Marketingaktivitäten aufs Mobile: egal ob Zeitungsinserate, Radiospots, Mund-zu-Mund-Propaganda – alles geschieht unterwegs. Die einen möchten innovativ sein und mit dem Zeitgeist mitgehen, die anderen möchten ihre Kundenbindung stärken oder sogar neue Kunden ansprechen. Jedoch gibt es bei den Unternehmen eine gewisse Zurückhaltung. Die meisten wollen nicht zu den ersten gehören und den nächsten Schritt wagen. Hinzu kommt, dass die meisten Lösungen auf dem Markt eine Veränderung oder gar eine Neugestaltung der Webseite verlangen, was wiederum sehr kostspielig sein kann. Die Mobile- Thematik bedeutet auch, dass zum Teil die internen Prozesse überdacht werden müssen, so dass sich ein Unternehmen ganzheitlich auf die Mobile- Kunden fokussieren kann.
Wie nehmen Sie bei Kommunikations- und Werbeprofis, die ja oft eine Scharnierfunktion zwischen Unternehmen und Website-Produzenten haben, das Problembewusstsein für die Mobile-Thematik wahr?
Wir haben bereits für eine Werbeagentur aus der Schweiz und eine aus Frankreich mobile Webseiten erstellt, und zu anderen haben wir Kontakte aufgebaut. Dabei habe ich bisher zwei Sichtweisen festgestellt: Die einen sehen den Bereich eher als Zukunftsmusik und beobachten dieses Phänomen mit der gleichen Distanz wie Social Media. Andere Agenturen wenden mobile Massnahmen eher für besonders innovative Kunden an, aber noch nicht für alle. Bei fast allen Werbeagenturen ist zu spüren, dass diese für die letzten zehn Jahre praktisch nur analoge Werbemassnahmen geplant haben. Nun müssen sie erkennen, diese neue Sparte in die bestehenden Werbemassnahmen zu integrieren, um die Kundenwünsche noch vollumfänglicher erfüllen zu können. Deshalb arbeiten wir sehr eng mit Werbeagenturen zusammen und beraten sie bei jeglichen Anliegen rund um Mobile, wie zum Beispiel Aufklärung über die neusten Technologien und Trends sowie über gezielte Einsatzmöglichkeiten von mobilen Werbeinstrumenten. Zudem sind wir mit unseren Produkten sehr schnell in der Umsetzung und flexibel, um auf etwaige individuellen Kundenwüsche einzugehen.
Welche Entwicklung erwarten Sie im Mobile- Markt in der Schweiz in den nächsten Jahren?
In der Schweiz gibt es rund 312 000 KMU. Davon haben in der Hightech-Industrie-Branche 94 Prozent und in der modernen Dienstleistungsbranche 86 Prozent eine eigene Webseite. Auch eine hohe Anzahl von kleinen (80%) und mittelgrossen (93%) Unternehmen haben ihre eigene Webseite. Auf der anderen Seite haben wir eine sehr hohe Smartphone- Penetration in der Schweiz (nach den neuesten Erkenntnissen sind dies 3,6 Millionen). Knapp 60 Prozent benutzen das Smartphone täglich zum Surfen im Internet. Diese Tatsache wird die Schweizer KMU dazu zwingen, in naher Zukunft in den Mobile- Markt einzusteigen. Genau diese Situation verlangt nach einer Lösung, die kundenindividuell, kosteneffizient, mit ansprechendem Design und funktional ist – dies waren die Überlegungen bei der Entwicklung unseres Produkts.
Was müsste aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Mobile-Markt weiter wachsen kann?
Unternehmen sollten analysieren, wie viele Besucher schon heute über ein mobiles Endgerät die Unternehmenswebseite besuchen respektive besuchen möchten. Anschliessend sollten sie kritisch ihre Prozesse speziell mit dem Fokus auf Mobile hin überprüfen. Denn viele Prozesse werden durch Mobile effizienter, effektiver. Und Fehlerquellen werden reduziert, etwa wenn Mobile-Payment eingesetzt wird. Dies birgt ein hohes Sparpotenzial für Unternehmen. Auch die Kundenbindung kann durch das Smartphone erhöht werden. Um diese Vorteile vollständig auszuschöpfen, bedarf es einer unternehmensspezifischen Beratung, die aufzeigt, welche mobilen Massnahmen das Unternehmen weiterbringen und spezifisch für den zukünftigen Mobile- Markt rüsten.
Interview: Christoph J. Walther
