Zu guter Letzt: Banner mit Meinung

Ein arabischer Ableger von TBWA zeigte den Leuten, dass Meinungen besser auf fundierten, in Zeitungen gelesenen Tatsachen und nicht auf Social Media-Statements beruhen.

TBWA\Raad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) platzierte für die Zeitung Khaleej Times auf deren Website einen interaktiven Banner, der die Besucher zum Hochladen eigener Bilder aufforderte. Wenige Augenblicke später erschien eine dazu passende – aber aus der Luft gegriffene – Aussage als Titel. Meinungen, wie sie in Blogs, auf Twitter und anderen Social Media-Kanälen tagtäglich verbreitetet werden, aber nie auf seriösen Seiten wie Khaleej Times Online publiziert würden. Vier Journalisten waren dafür rund um die Uhr im Einsatz.

Das ist ja alles schön und gut. Allerdings hinterlässt das Ganze einen etwas schalen Nachgeschmack: In Ländern, in denen Presse- und Meinungsfreiheit stark eingeschränkt sind und Leute zu Gefängnis und hohen Geldstrafen verurteilt werden, weil sie im Internet kritische Ansichten verbreiten, dient Social Media der ungefilterten Meinungsbildung. Die Medien unterliegen Selbstzensur und der Staat will das Internet so weit wie möglich regulieren. Abgesehen davon: Die Idee des interaktiven Banners ist trotzdem gelungen. (hae)

 

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