Zu guter Letzt: Einig Volk von Siegern
Wenn halbjährlich die Hörerzahlen veröffentlicht werden, herrscht in der Radiowelt Einigkeit: Jeder Sender ist mit Abstand der Beste - irgendwie, irgendwo, irgendwann.
Die Tabelle, die Public Data heute veröffentlichte, liest sich wahrlich nicht wie eine Bettlektüre. Abkürzungen, Zahlen, Prozente – zu Hülf (Werbewoche.ch berichtete). Das Positive daran: Jeder Sender kann – wenn er genug lange auf die Zahlen starrt – selbst herauslesen, was ins Konzept passt.

Das beeindruckt nachhaltig. Genauer gesagt bis 13 Uhr, als die Meldung von Radio 24 eintrifft. Der Sender bleibt laut Mitteilung «meistgehörtes Privatradio der Deutschen Schweiz». Wenig später erfährt man: Capital FM «bleibt die Nummer eins in der Stadt Bern», verbucht Rekordwerte und distanziert Mitbewerber Energy Bern um 800 Hörer.

Im Verlauf des Nachmittags die Meldung, dass auch Radio Grischa das stärkste Privatradio bleibt – im Kanton Graubünden. Obwohl die allgemeine Radionutzung leicht zurückgehe, lege man im Bündnerland zu. Dadurch würden die Zahlen «umso bemerkenswerter». Exakt 20 Minuten später die frohe Botschaft aus Luzern: Radio Central bleibt «Leader der Zentralschweiz». Und Radio Eviva behauptet sich «als klare Nummer eins unter den privaten Kabelradios». Der Sender FM1 gehört neuerdings zu den vier erfolgreichsten Privatradiostationen der Schweiz und konnte den Marktanteil in der Ostschweiz nochmals steigern!
Sehr erfreulich, wie die Radio-Landschaft blüht – Gewinner am Laufmeter. Aber was macht eigentlich Energy Zürich? Die Antwort gibt’s auf dem Heimweg: «Radio Energy ist die klare Nummer Eins» berichtet Blick am Abend über das Ringier-Gspänli. «Das Zürcher Privatradio baut den Vorsprung auf seine direkte Konkurrenz aus.» Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen.
Thomas Häusermann

Teaserbild: Keystone
