Zu guter Letzt: Was der Mensch kann, kann die Zebramanguste schon lange
Bislang nahm man an, dass die Art, wie Menschen sprechen, relativ einzigartig sei. Man ging davon aus, dass kurze, einsilbige Kontakt- oder Warnrufe von Tieren keinerlei kombinatorische Strukturen besitzen. Doch nun haben sich die Zebramangusten in die Diskussion eingemischt.
Aufgrund ihrer Anatomie können Tiere nur eine beschränkte Anzahl verschiedener Laute erzeugen. Nun konnte jedoch ein Forscherteam der Universität Zürich laut SDA nachweisen, dass Zebramangusten Laute ähnlich strukturieren wie Menschen. Die Forscher stellten bei freilebenden Zebramangusten fest, dass auch kurze, einsilbige Rufe strukturiert sind und mehrere Informationen enthalten. Das haben gemäss SDA die Verhaltensbiologin Marta Manser und Doktorand David Jansen nun festgestellt.
Nachgewiesen haben sie allerdings bloss, dass die einsilbigen Rufe trotz ihrer Kürze mehrere zeitlich getrennte Stimmeinsätze aufweisen. Dabei gebe der erste Teil des Rufs Auskunft über die Identität des Rufers, während der zweite Teil über seine aktuelle Tätigkeit informiert. Während der Laie nun interpretieren mag, dass Zebramangusten sich offenbar nicht gerade viel zu erzählen haben, versteht der Forscher diese Erkenntnis folgendermassen: Zebramangusten verfügen über eine Lautäusserungsstruktur, die eine gewisse Ähnlichkeit hat mit dem Vokal- und Konsonantensystem der menschlichen Sprache.
Für die Forschung wohl eine interessante Beobachtung… Aber die Kommunikationsarbeit werden uns die Zebramangusten mit dieser Fähigkeit noch nicht abnehmen können. (uma)

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