Zu guter Letzt: Ein «Shitstorm» neigt sich dem Ende zu

Das Schweizer Wort des Jahres2012 ist «Shitstorm». Da will man das Unwort gar nicht mehr wissen. Doch das Unwort des Jahres greift nicht auf dieselbe anglophile Fäkalsprache zurück. «Bio»! ist das Unwort des Jahres ..

Das hat eine sechsköpfige Jury unter Federführung von DRS 3 herausgefunden. Das Jugendwort ist «Shaz» und «Vada a bordo, cazzo» der Satz des Jahrs. Der Begriff «Shitstorm» wurde aus über 1‘000 Vorschlägen der Schweizer Bevölkerung gekürt. Die Jury hat gemäss SDA dieses Jahr einen Begriff aus dem Bereich der sozialen Medien gewählt, nach zwei politischen Worten des Jahres – «Ausschaffung» 2010 und «Euro-Rabatt» 2011. «Shitstorm» verankerte sich laut Jurybegründung 2012 im Schweizerdeutschen und stehe sowohl für die Macht, als auch für die Gefahren von sozialen Medien. «Verankert sich im Schweizerdeutschen»?! – Ja genau, Sie haben richtig gelesen, kein Kommentar.

«Bio» wurde zum Unwort des Jahres gewählt, da die Bevölkerung des Begriffs überdrüssig geworden sei, nachdem er im Detailhandel inflationär und oft missbräuchlich benutzt worden sei, wie die SDA schreibt. Zum Jugendwort wurde «Shaz» gewählt, weil die Jury-Mitglieder die tatsächlich benutzten Jugendworte leider verpasst haben. (In der Jury für die Aktion «Wort des Jahres» sassen in diesem Jahr gemäss SDA Autor Bänz Friedli, Slam-Poetin Lara Stoll, «Literaturclub»- Gesprächsleiter Stefan Zweifel, Autor Gion-Matthias Cavelty, Daniel Quaderer, Ko-Autor des Buches «Wörter des Jahres», und DRS 3-Redaktorin Ursula Schubiger.) Na gut, in Wahrheit wurde «Shaz» zum Jugendwort gewählt, weil sich in dieser für die schnelle Kommunikation in Chats und SMS’s geschaffenen Schreibweise die Vokabel für «die Lust, Flexibilität und Kreativität Jugendlicher im Umgang mit Sprache» spiegelt. So zumindest heisst es gemäss SDA in der Jurybegründung.

Der Satz des Jahres: «Vada a bordo, cazzo» (Gehen Sie verdammt nochmal zurück an Bord). So brüllte Gregorio De Falco von der Livorneser Hafenbehörde den Kapitän der havarierten «Costa Concordia» an. Laut Jury spiegelt der Satz «den Zeitgeist von heute: Die Chefs gehen, die Angestellten baden alles aus». Na dann, vamos a la playa. (uma)

 

http://www.youtube.com/watch?v=VrrY2umijP4

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