Zu guter Letzt: Investiert «Baz-Sugardaddy» in ein Fass ohne Boden?
Christoph Blocher hat der Kauf der Baslerzeitung schon einiges gekostet. Nun reicht er weitere Goldstückchen nach: Er hat die Pensionskasse der Basler Zeitung mit über 15 Millionen Franken ausfinanziert und an Profond übergeben.
Das schreibt der Autor Werner C. Hug in einem Artikel im Fachmagazin Schweizer Personalvorsorge, wie in der NZZ am Sonntag zu lesen ist. Blocher habe die hohe Einlage bestätigt. Er schaffe damit die Voraussetzung, dass die Pensionskasse der Basler Zeitung Medien einer Sammelstiftung übergeben werden kann.
Doch trotz bisher ziemlich kostspieliger Versuche, die Basler Zeitung wieder auf Kurs zu bringen, scheint dies nicht so ganz zu klappen – zumindest finanziell. Die Auflage der Basler Zeitung sinke schnell, wie die NZZ am Sonntag gemäss Quellen im Verlag berichtet. Das Blatt setze noch um die 70‘000 Exemplare ab, verbilligte Abonnements mitgerechnet.
Nun soll bei den Fotografen gespart werden. Markus Somm habe von Bildredaktor Bernhard Vesco verlangt, dass er mindestens vier von sechs Fotografen kündige, schreibt die Tageswoche.ch. Die schreibenden Reporten könnten bei manchen Geschichten selber fotografieren, wie Somm gegenüber Onlinereports.ch erklärte. Im Lokalteil haben nun bereits mehrere Journalisten zur Kamera gegriffen.
Ist ja klar, Journalisten sind heute Multitasker. Sie sollen schreiben, recherchieren, interviewen und fotografieren. Und wenn sie gerade nichts zu tun haben, könnten sie doch auch gleich noch die Raucher aus ihren Fumoirs vertreiben, Blochers Schloss renovieren, und meine Steuern machen.
