Zu guter Letzt: Kampf der dritten Dimension

3D hier, 3D da, 3D überall. Doch damit ist jetzt Schluss: Eine neuartige 2D-Brille walzt die dritte Dimension platt.

Gründe, der aktuellen 3D-Hysterie kritisch zu begegnen, gibt es viele. Die einen klagen über Kopfschmerzen, die anderen nerven sich darüber, dass der Markt nicht nur mit neuen 3D-Filmen überschwemmt wird, sondern dass auch rückwirkend jede noch so schlechte Romantikkomödie in die dritte Dimension geprügelt wird. Viele Neuerscheinungen werden zudem gar nicht mehr zweidimensional gezeigt. Es war also eine Frage der Zeit, bis ein passendes Gadget erschien, welches auch 2D-Liebhaber wieder auf ihre Kosten kommen lässt.

Eine spezielle Brille lässt Kinobesucher 3D-Filme wieder in 2D geniessen. Laut Mitteilung von Gadstone.ch hat deren Erfinder die Brille entwickelt, da er bei Kinobesuchen seine 3D-kritische Ehefrau nicht dauernd alleine zuhause lassen wollte. Die Gläser einer 3D-Brille blockieren je eines der beiden unterschiedlichen projizierten Bilder. Man sieht also zwei verschiedene Bilder gleichzeitig, das Gehirn erzeugt daraus den 3D-Effekt. Die neue 2D-Brille blockiert nun mit beiden Gläsern eines der beiden Bilder, wodurch beide Augen – wie bei einem klassischen Film – wieder dasselbe sehen.

Die Brille kostet 19 Franken und mit etwas Verhandlungsgeschick kann an der Kinokasse sicherlich noch die eine oder andere Reduktion erzielt werden – schliesslich verzichtet man ja auf den Effekt, welcher den 3D-Aufpreis rechtfertigt. Spannende Diskussionen sind vorprogrammiert, die Leute in der Schlange hinter Ihnen bringen sicher vollstes Verständnis für Ihr Anliegen auf. (hae)

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