Zu guter Letzt: Die Suche nach der richtigen Wolke
Daten sollen künftig übers Internet in sogenannten Clouds gespeichert werden. Auch die Schweizer Behörden planen nun schon, Daten in Clouds auszulagern. Wird «keine Kontrolle über unsere Daten» nun zum Schlagwort 2012?
Die Idee kommt vom Steuerungsausschuss E-Government, dem die Bundesräte Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider Ammann angehören. Alle Schweizer Behörden sollen gemäss dieser Strategie ihre Daten – auch heikle – in Clouds auslagern. Dies schreibt die Woz online am Donnerstag. Auch wenn die digitalen Wolken ökonomische und technische Vorteile haben, wie Einsparungen bei Speicherplatz und Software, sind einige Bedenken betreffend Datenschutz nicht ganz auszuräumen: Sobald die Betreiberfirma der Cloud eine amerikanische ist, muss sie den amerikanischen Behörden Zugriff auf die Daten auch europäischer Kunden geben, unabhängig davon wo der Rechner der Cloud sich befindet.
Wird den Nutzern so die Kontrolle über ihre Daten entzogen? In Deutschland meinte man Anfang des Jahres «Ja» und verlieh der Cloud den Preis «Big Brother Award». In deren Laudatio hiess es gemäss Woz: «Sorry, liebe investigative Journalisten, wer einen Gmail-Account zur Kommunikation mit Informanten nutzt, handelt fahrlässig.» Denn Gmail ist der kostenlose Mail-Service von Google. Und die grössten Cloud-Anbieter sind aktuell Amazon, Microsoft, Apple, IBM und Google.
