Zu guter Letzt: Keiner will nach Winterthur
Die Kampagne «…winterthur…» soll bis Ende 2013 den Bekanntheitsgrad von Winterthur steigern. Zusätzlich zu den Plakaten, Fahrzeugbeschriftungen, Tragtaschen und so weiter haben die Projektpartner nun eine Facebook-Aktion lanciert – mit mässigem Erfolg.
«10 Tage Winterthur – Die Entdeckungstour» heisst die Facebook-Aktion, wie im Tages-Anzeiger zu lesen ist. Und so funktioniert’s: Wer will, darf zehn Tage lang zum Entdecker werden und dabei gratis in einer Wohngemeinschaft in Winterthur wohnen. Wenn er/sie denn denn das Voting gewinnt. Im Gegenzug muss er/sie während dieser Zeit auf Facebook über seine Erlebnisse berichten. Die Facebook-Nutzer können ihm/ihr dabei sagen, was er/sie alles unternehmen soll. Die Idee ist gut – doch die Welt scheinbar noch nicht bereit. Denn: Es haben sich gerade mal zwei Personen beworben: Stefan (43) aus dem Aargau und Fabienne (22) aus dem Thurgau. Und die beiden liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zur Zeit liegt Stefan vorne – mit 379 zu 280 Stimmen. Aber das kann sich jederzeit ändern – bis am Donnerstag kann noch abgestimmt werden.
Darüber, weshalb fast keiner die schöne Stadt Winterthur entdecken will, kann nur spekuliert werden. Tages-Anzeiger hat ein paar Ideen notiert. Beispielsweise wird vermutet, dass keiner, der Winterthur wirklich schön findet, angefixt werden will – schliesslich muss die Stadt nach zehn Tagen wieder verlassen werden, und das kann schmerzen. Oder aber das WG-Leben schreckt ab. Oder keiner will ferngesteuert Dinge unternehmen, geschweige denn, auf Facebook über diese Dinge berichten. Oder es will ganz einfach keiner nach Winterthur. Wobei das nicht ganz nachzuvollziehen wäre. So ein schönes Städtchen – das Beste, was Zürich zu bieten hat eben.
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