Claudia Lässer wechselt von SSF zu Teleclub Sport
Die Geschäftsführerin des Schweizer Sportfernsehens SSF wechselt diesen Sommer in leitender Stellung zum Team von Teleclub Sport.
Die 35-jährige Sport- und Medienmanagerin wird bei Teleclub als Leiterin Sportprogramme und zugleich Stellvertreterin des Sportchefs Roger Feiner tätig sein und für die Sportgefässe von Teleclub verantwortlich zeichnen. Lässer besitzt mehrjährige Erfahrung in der Entwicklung, Konzeptionierung und Umsetzung von TV-Formaten und moderierte diverse TV-Sendungen im Sportbereich und in der Unterhaltung, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Im Rahmen der Teleclub Sport Übertragungen wird sie unter anderem die Fussball-Studios der Raiffeisen Super League moderieren und sich darüber hinaus auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sportinhalte konzentrieren.
Dieser Schritt zu Teleclub sei eine logische Entwicklung ihres Werdeganges, so Lässer. Sie freue sich sehr auf die neue Herausforderung in einem dynamischen Umfeld.
Rückschlag für SSF
Für das SSF bedeutet ihre Kündigung einen weiteren Rückschlag. Im Januar teilte der Sender gemäss SDA mit, dass seine Reichweite für ein Vollprogramm zu klein sei und er sich deshalb auf ein neues Konzept konzentriere. Geplant war, ab Frühling auf eine App-Strategie und die Verbreitung im Internet zu setzen. Das mache Produktion und Verbreitung günstiger als das bisherige TV-Konzept. Im Hinblick auf das neue Konzept wurden rund 10 Mitarbeiter entlassen. Gegenwärtig arbeiten beim SSF noch sieben Personen. Was Lässers Abgang für den Sender und die Umsetzung der Online-Strategie bedeutet, wollte auf Anfrage der SDA niemand beantworten.
Bereits im Februar verliessen die Gründer und Hauptinvestoren Peter Weigelt und Giorgio Behr das Unternehmen. Die Investoren, die gemäss Handelsregister am 27. Februar ausstiegen, waren zugleich Verwaltungsräte des SSF. Abgelöst wurden sie unter anderem von der Redaktionsleiterin Lässer selbst.
Hauptproblem: Geringer Marktanteil
Hauptproblem des SSF ist sein geringer Marktanteil. Nur bei Finalspielen oder ähnlichen sportlichen Höhepunkten erreicht der Sender Martanteile von etwa 7 Prozent. Im Durchschnitt bringt es der Sportsender mit Sitz in Zürich aber nicht auf über 0,2 Prozent.
Das SSF ist seit Juli 2009 auf Sendung und musste zu Beginn um einen Platz im Kabelnetz der Cablecom kämpfen. Erst im 2010 verfügte der Bund, dass die Cablecom den Sender ins analoge Kabelnetz aufnehmen muss. Das SSF ersetzte dort den deutschen Sender Sport 1, ehemals DSF.
