Zu guter Letzt: Facebooks Debüt mit Aktien-Chaos und Klage eingeläutet
Facebook hat einen holprigen Start an der New Yorker Börse hingelegt. Die Aktie des sozialen Netzwerks fiel nach einem rasanten Anstieg um rund zwölf Prozent kurz nach Handelsbeginn bis knapp über den Ausgabepreis.
Der Schlusskurs der Aktie betrug 38.23 Dollar, was keinem grossen Plus entspricht – genauer gesagt nur 0.6 Prozent. Gemäss Wall Street Journal soll der Kurs nur deshalb nicht unter den Ausgabepreis gefallen sei, weil die an dem Börsengang beteiligten Banken mit massiven Stützungskäufen eingegriffen hätten. Dennoch wurden viele der Facebook-Mitarbeiter zu Millionären, nachdem der Böresengang eingeläutet war. Doch das Läuten der Glocke bedeutete auch den Start einiger unerwarteter Ereignisse. Denn der geplante Beginn des eigentlichen Handels verzögerte sich immer weiter. Als das Facebook-Papier dann gehandelt werden konnte, kam ein erster Kurs von 43 Dollar zustande.
Die Verzögerung ist auch der US-Börsenaufsicht nicht verborgen geblieben. Gemäss Tagesschau.de gab die SEC bekannt, dass sie die Ursachen für die technischen Pannen sowie den teils chaotischen Handel an der Börse Nasdaq untersuchen wolle. Parallel zum Börsenstart wurde eine Sammelklage von ehemaligen Facebook-Nutzern eingereicht. Die Kläger fordern 15 Milliarden Dollar Strafzahlung und Schmerzensgeld. Der Grund der Klage: Das Netzwerk habe ihre Nutzerspuren auch dann noch im Internet aufgezeichnet, nachdem sie ihr Profil längst abgemeldet hatten.
Zumindest eine Sache ist beim Facebook-Börsengang absolut glatt gelaufen: Als der 28jährige Mark Zuckerberg zur Eröffnung des Handelstages den symbolischen Knopf drückte, ertönte in der New Yorker Technologiebörse Nasdaq die Glocke, die den neuen Handelstag einläutet.
