Zenith Optimedia ist der Zukunft voraus

Zenith Optimedia reduziert ab 1. Juni den Auftritt auf Zenith Optimedia und B,G, Media. Und  rüstet sich für die Zukunft: Das Mediaknowhow aus den verschiedenen Divisionen wird in einem team- und bereichsübergreifenden Kompetenzzentrum zusammengeführt.

Optimedia, Zenithmedia, B,G, Media, Zed Digital und Medialogics – die zur Publicis-Gruppe gehörende zweitgrösste Schweizer Mediaagentur Zenith Optimedia trat bisher mit mehreren Divisionen im Schweizer Kundenmarkt auf. Diese unterscheiden sich primär in der Kundenstruktur: Während B,G, Media vor allem nationale Schweizer Kunden betreut, fokussieren zum Beispiel ZenithMedia und Optimedia auf internationale Kunden und auf den Kontakt mit anderen Netzwerkagenturen. Damit ist nun weitgehend Schluss: Ab 1. Juni tritt die Agentur nur noch mit zwei Namen auf: Zenith Optimedia bleibt weiterhin die Dachmarke und gleichzeitig der Ansprechpartner für internationale Netzwerkkunden, B,G, Media als etablierter Schweizer Brand steht nach wie vor für die Betreuung nationaler Kunden. Letztere steht seit Kurzem unter der Leitung des bisherigen Beratungsgruppenleiters Jonas Eliassen.

Ein Kompetenzzentrum für alle Medien, für Forschung und Einkauf

Die Änderungen betreffen aber nicht nur den auf die Kunden ausgerichteten Bereich, sondern auch das Backoffice. So fallen die bisherigen Teams der einzelnen Divisionen weg. Neu laufen alle Fäden und das gesamte Media- und Research-Knowhow im entstehenden Kompetenzzentrum zusammen, dessen Leiter demnächst bekannt gegeben wird. Ob Print, elektronische Medien, Out of Home oder Digital, ob Mediaeinkauf oder Forschung – alles kommt unter ein Dach. «Wir bilden so etwas wie einen Newsroom mit etwa 40 unserer 66 Mitarbeitenden, sagt dazu Brigitte Gubser, seit eineinhalb Jahren CEO von Zenith Optimedia. Ergänzt werde das Zentrum zudem durch Performics, eine netzwerkeigene Agentur für integriertes Performance Marketing. «Echtzeit-Erfolgsmessung ist heute insbesondere bei der Betreuung grosser internationaler Kunden ein absolutes Muss», sagte Gubser dazu. Die übrigen 26 Personen bleiben als Berater für nationale und internationale Kunden im Accountmanagement tätig. Für die Kunden ändere sich eigentlich nichts – sie werden in der Regel von denselben Beratern wie bisher betreut.

Der Berater wird zum Kommunikationsspezialist

Der Job des Beraters hingegen erfährt bei Zenith Optimedia eine starke Neuausrichtung. Er ist neu für die Strategie und die übergeordnete Planung zuständig, die bisher «obligatorische» Printplanung und das Buying, für die er gemäss Gubser etwa 50 Prozent seiner Arbeitszeit aufwendete, wird nun an das Kompetenzzentrum delegiert. «Unsere Berater werden so entlastet und haben künftig mehr Zeit für die Kunden.» Allerdings sei nun verstärkt crossmediales Denken nötig. Die Berater würden so zu Kommunikationsspezialisten, die im eigenen internationalen Netzwerk entsprechende Weiterbildungen in Anspruch nehmen können, sagte Gubser.

Der Entwicklung etwas voraus

Den Umbau begründete Gubser mit der immer fragmentierteren und damit komplexeren Medienwelt, mit der steigenden Erwartungshaltung der Werbekunden an den Return of Investment sowie mit dem stetigen Kostendruck. All dies zwinge die Mediaagenturen früher oder später dazu, ihre Strukturen und Arbeitsweise zu überdenken. Zenith Optimedia stehe zwar nicht unter Zeitdruck, da sich in der Schweiz diverse Entwicklungen verzögert abzeichneten. «Aber wir haben uns bewusst relativ früh in diese Richtung aufgemacht und entwickeln uns nun von einer klassischen Mediaplanungsagentur zu einer strategischen Planungsagentur mit Mediaapproach», fasste Gubser die Veränderung zusammen.

Der ganze Umbau bei Zenith Optimedia geht übrigens ohne Entlassungen über die Runden. Allerdings haben die Managing Directors von Zenithmedia und Optimedia das Unternehmen schon vor Wochen verlassen.

Markus Knöpfli

BrigitteGubser

Brigitte Gubser, CEO Zenith Optimedia.

 

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