Zu guter Letzt: Skandal im Elektromarkt

Stellen Sie sich vor, Sie schlendern gemütlich mit ihrer Familie durch die TV-Abteilung eines Elektromarktes. Naturdokumentationen, Tierfilme oder auch mal eine harmlose Talkshow flimmern über die Bildschirme der Ausstellungsgeräte. Dann plötzlich: Der Schock.

Kunden in einem Elektromarkt in Greenville seien «erstaunt bis schockiert» (wir fügen an: positiv überrascht bis freudig erregt) gewesen, ist auf Spiegel.de zu lesen: Beim Shoppen in der TV-Abteilung hätten sie sich plötzlich mit dem Bild eines «kopulierenden Paars» konfrontiert gesehen. Skandal! Der lokale TV-Sender, der natürlich angesichts dieses Malheurs gleich vor Ort war, soll dann mit einer schockierten Kundin gesprochen haben. Das gezeigte Bild sei «extrem, extrem pornografisch» gewesen, sagte sie. Wenn sie genauer darüber nachdenke, dann beschreibe das Wort es wahrscheinlich nicht einmal ausreichend. Also, das muss ja wirklich ein äusserst pornografisches, wenn nicht gar ultrapornografisches Bild gewesen sein, ach herrje! Zwar habe sie persönlich bislang noch nie Pornografie gesehen, also wisse sie nicht, was man da zu sehen bekomme – sie habe sich jedenfalls «sehr verletzt» gefühlt. Arme Lady, da könnte man fast ein kleines bisschen Mitleid kriegen. Na ja, ein bisschen kann man sie ja verstehen, schliesslich war sie gemeinsam mit ihrem Sohn und dessen Kindern im Elektromarkt unterwegs, als das Drama geschah. Auch wenn sie sehr wahrscheinlich die einzige ihres kleinen Trüppchens war, die noch nie solch‘ ein Bild eines «kopulierenden Paars» gesehen hat.

Möglich geworden war der üble Streich übrigens, weil moderne TV-Geräte nicht nur internetfähig, sondern oft auch mit W-Lan-Modulen ausgestattet sind.

 

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