Zu guter Letzt: Das Handy, das weiss, was Sie brauchen
Samsung hat einen Smartphone-Prototypen entwickelt, der den emotionalen Zustand des Nutzers erkennt und so diesen beispielsweise vor dem vorschnellen Versand wütender Twitter-Botschaften bewahren soll.
Um herauszufinden, in welcher Laune der User gerade ist, bedient sich das Testhandy nicht etwa einer aufwendigen Sensortechnik, sondern eines schlauen Algorithmus. Dieser beobachtet, wie das Telefon verwendet wird. So überwacht es beispielsweise die Tippgeschwindigkeit oder wie häufig er bestimmte Zeichen und Befehle eingibt. Ausserdem registriert das Gerät, wie oft es Erschütterungen ausgesetzt ist. Dies soll es ermöglichen zu erkennen, ob der Mensch vor dem Display gerade glücklich, traurig, wütend, ängstlich, überrascht oder angewidert ist. Die einzelnen Eingaben hätten zwar nur wenig mit Gefühlen zu tun, so Hosub Lee vom Samsung Advanced Institute of Technology. Jedoch würden bestimmte Zusammenhänge zwischen ihren Abfolgen und dem mentalen Zustand existieren.
Lee sieht dabei zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. So könnte ein automatisch gewählter Klingelton der Person am anderen Ende der Leitung vorab signalisieren, in welcher Verfassung sich der Anrufer befindet. Oder das Telefon könnte Musikstücke wählen, um den eigenen Besitzer zu beruhigen, oder ihm lustige Bilder zeigen, wenn er traurig ist …Ob sich das empathische Handy bewähren wird, wird sich zeigen. Vorstellbar ist, dass es sehr bald einmal nervt und es vom einen oder anderen Besitzer wütend auf den Boden geschmissen wird. Vielleicht ist das auch der eigentliche Zweck. Schliesslich wird dann ein neues Gerät gekauft – hoffentlich wieder eins aus dem Hause Samsung.
