Zu guter Letzt: Die etwas andere Weihnachtsgeschichte
Zugegeben, aus aktuellem Anlass wäre eigentlich an dieser Stelle eine weihnachtliche Geschichte angesagt – irgendwas mit Kerzen, Tannenbäumen, feinem Gebäck oder meinetwegen auch mit Weihnachtsmailings, Weihnachtsgeschäften oder Weihnachten am POS.
Da muss ich Sie leider enttäuschen, liebe Leserinnen und Leser. Die folgende Geschichte ist irgendwie so gar nicht weihnachtlich – dafür umso kurioser. Aber lesen Sie selbst:
Eine Britin hat vor einem Vierteljahrhundert versehentlich einen Filzstift verschluckt. Wie es dazu kam ist eine längere Geschichte – und wird an dieser Stelle wohl kaum jemanden interessieren. 25 Jahre hat ihr keiner geglaubt – auch auf Röntgenaufnahmen liess sich kein Filzstift nachweisen. Dann, als das Bauchweh plötzlich stärker und stärker und die Dame immer dünner und dünner wurde, wurde sie nochmals untersucht – diesmal im Computertomografen. Und siehe da: Die Ärzte entdeckten einen «linearen Fremdkörper» im Magen der Frau. Nach längerer Diskussion entschieden sich die Ärzte schliesslich, das Teil zu entfernen. Was sie dann auch taten (natürlich entpuppte sich der Fremdkörper als Filzstift). Einer der Ärzte hatte die originelle Idee, auszuprobieren, ob der Stift denn nach 25 Jahren noch funktionierte. Und tatsächlich: Er tat es – es liess sich immerhin «Hello» auf ein Blatt Papier schreiben. Und alle waren glücklich: Die Ärzte, weil sie erfolgreich operiert hatten und die Dame, weil sie von den Bauchschmerzen befreit war – und vielleich auch, weil sie endlich ihren Filzstift wieder in den Händen halten durfte.
Mit einer grossen Portion Fantasie könnte dies doch auch – irgendwie jedenfalls – eine Weihnachtsgeschichte sein. Oder auch nicht. Wie dem auch sei, wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und später dann einen schwungvollen und gelungenen Rutsch ins 2012.
(Quelle: Spiegel.de)

