Zu guter Letzt: Von pinkelnden und saufenden Männchen

Urinierende, humpelnde oder trinkende Männchen strahlten zur Belustigung der Einwohner von Prag von den Ampeln der tschechischen Hauptstadt. Das Gericht fand die Aktion jedoch alles andere als lustig. Ist das Kunst oder muss das weg, das ist hier die Frage.

Im Jahre 2007 hatte sich die Prager Bevölkerung prächtig amüsiert über die seltsamen Ampeln – insgesamt 50 an der Zahl. Verantwortlich für die Aktion war gemäss Welt.de eine Gruppe um den Künstler Roman Tyc. Dieser wurde zu umgerechnet 2‘400 Euro Strafe verurteilt – wegen Irritation der Verkehrsteilnehmer. Der Mann sah jedoch überhaupt nicht ein, weshalb man für Kunst bestraft werden sollte, und weigerte sich, das Geld zu zahlen. Worauf er von einer Richterin, der Humor zweifellos nicht in die Wiege gelegt worden war, zu einem Monat Gefängnis verurteilt wurde. Der Verteidiger des Künstlers kündigte daraufhin sofort Berufung an, weshalb das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Immerhin: Die Richterin gab zu, dass die Aktion von der Bevölkerung positiv aufgenommen worden sei. Dennoch sei halt ein Schaden an den Gläsern der Ampeln entstanden. Und das gehört ja schliesslich bestraft.

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(Bild: Welt.de/Wikipedia/Ztohoven)

Die lustige Truppe hatte übrigens bereits vor Jahren mit einer anderen Aktion für Aufsehen gesorgt: Damals «hackten» sie sich in das Programm des tschechischen Fernsehens ein, das Live-Bilder aus Touristenregionen zeigte. Mit Hilfe von Computertechnik liessen sie mitten im Gebirge eine Atombombe explodieren – vor den Augen der TV-Zuschauer. Damit wollten sie darauf aufmerksam machen, wie leicht man im Fernsehen manipulieren könne.

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(Bild: Welt.de, Ztohoven, Youtube)

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