Zu guter Letzt: Britischer Lobbyist gibt mit Einfluss auf Regierung an

Britische Investigativ-Reporter haben heimliche Mitschnitte von Angestellten einer PR-Agentur veröffentlicht. Darin prahlen die Angestellten mit ihrem Einfluss auf die britische Regierung.

So erklärt Tim Collins von der Kommunikationsfirma Bell Pottinger, er habe während ihrer gemeinsamen Zeit in der Forschungsabteilung der konservativen Tory-Partei enge Bindungen mit Premierminister David Cameron und Finanzminister George Osborne aufgebaut. Dies sagt Collins gemäss SDA in den von der Zeitung The Independent veröffentlichten Aufzeichnungen. Er sagt: «Es ist kein Problem, die Botschaft an den Mann zu bringen». Demnach sprach Cameron beim chinesischen Regierungschef Wen Jiabao einen Urheberrechtsstreit der Ingenieursfirma Dyson an, «weil wir ihn darum gebeten haben». Die oppositionelle Labour-Partei sprach von «sehr ernsten Vorwürfen», die ein Schlaglicht auf die Probleme des Lobby-Systems werfen. Hat da Tom Collins die Realität mit seinen eigenen PR-Träumen verwechselt? Ein Sprecher von Cameron jedenfalls bestritt die Richtigkeit der Äusserungen Collins'. Er bezeichnete die Äusserungen gemäss SDA als «empörend» und «einen Haufen Müll». «Weder Bell Pottinger noch irgendeine andere Lobby-Firma hat Einfluss auf die Politik der Regierung», sagte der Sprecher.

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