Zu guter Letzt: Miller und Rowling klagen über Belästigung durch Medien

Nach dem Abhörskandal um die britische Boulevardzeitung News of the World haben mehrere Prominente vor einem Medienuntersuchungsausschuss in London über ihre Nöte mit den Medien geklagt. So etwa Sienna Miller und J.K. Rowling.

Die Schauspielerin Sienna Miller wurde durch die Aufdringlichkeit der Medien in einen paranoiden Zustand versetzt, wie sie gemäss SDA in einer Aussage vor dem Ausschuss ausführt. Die Beobachtung durch die Boulevardpresse und die Veröffentlichung persönlicher Details aus ihrem Leben hätten dazu geführt, dass sie Freunde und Familienangehörige beschuldigt habe, Informationen an die Medien weiterzugeben, so Miller weiter. Sie war eines der ersten prominenten Opfer, die wegen illegaler Abhörpraktiken rechtliche Schritte gegen die Zeitung einleiteten. Daraufhin willigte das Blatt ein, Miller 100'000 Pfund (143'000 Franken) zu zahlen.

Auch die Autorin J.K. Rowling litt unter den Verfolgungen der Journalisten. Sie erklärte, sie habe sich häufig wie unter Belagerung gefühlt. In einem Fall habe ein Reporter sogar einen Brief an sie in die Schultasche ihrer fünfjährigen Tochter geschmuggelt.

Die Zeitung News of the World war im Juli eingestellt worden, nachdem bekannt geworden war, dass Journalisten dort systematisch Gesetze übertreten hatten. Die Redaktion hatte unter anderem das Handy eines entführten und später ermordeten Mädchens gehackt. Der Untersuchungsausschuss, vor dem Miller aussagte, ist nach Bekanntwerden des Abhörskandals um News of the World eingesetzt worden. Er soll Empfehlungen für neue ethische Standards der Presse ausarbeiten.

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