Zu guter Letzt: Abhörskandal wird teuer für Murdoch
Der Abhörskandal in Grossbritannien kostet den US- Medienkonzern News Corp. richtig viel Geld. Allein schon die Schliessung der Sonntagszeitung News of the World schlägt mit bis zu 91 Millionen Dollar zu Buche.
Dazu kommen weitere hohe Kosten für die am Ende auf politischen Druck hin abgeblasene Komplettübernahme der britischen Fernsehsendergruppe BSkyB. Dies teilte die News Corp.
am Mittwoch am Firmensitz in New York mit. Der von Rupert Murdoch geführte Medienreise musste wegen der Belastungen im Geschäftsquartal Juli bis September einen Gewinnrückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 738 Millionen Dollar hinnehmen.
Doch was das Zeitungsgeschäft verbockt, machen Fernsehsender wieder wett. Denn abgeseehn vom Abhörskandal lief das Geschäft ziemlich gut. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf annähernd acht Milliarden Dollar. Denn vor allem die konzerneigenen Fernsehsender konnten dank fliessender Werbegelder höhere Einnahmen verbuchen. Die Filmsparte mit dem Studio 20th Century Fox warf ebenfalls mehr Geld ab. Als Blockbuster erwies sich «Planet der Affen: Prevolution».
In die Zeitungssparte gehören in Grossbritannien noch die Sun und Times. In den USA hatte Rupert Murdoch das Wirtschaftsblatt Wall Street Journal übernommen. Er vereint als Firmengründer rund 40 Prozent der Stimmrechte auf sich. Zusammen mit den Anteilen des verbündeten saudischen Prinzen Al-Walid bin Talal hat er sogar 47 Prozent aller Stimmen auf seiner Seite. Aktionäre beschwerten sich, dass Murdoch diese Macht ausnutze und den Konzern wie ein Familienunternehmen führe.
