Zu guter Letzt: Von klugen Hausschuhen und ebensolchen Windeln

Der Konkurrenzkampf am Mobilfunkmarkt ist hart. Deshalb sehen sich die Branchenunternehmen gezwungen, radikale neue Geschäftsideen zu entwickeln – die zu teilweise sinnvollen, teilweise weniger sinnvollen Produkten führen.

So tüftelt der US-Telekom-Riese AT&T mit Hochdruck an innovativen Produkten, die weit über das Handy hinausgehen. Bestes Beispiel hierfür sind die klugen Hausschuhe («Smart Slippers»), die als Alarmgeber vorwiegend für ältere Menschen gedacht sind und sicherstellen sollen, dass dem Nutzer im Notfall schnellstmöglich Hilfe zukommen kann. Möglich wird dies durch einen Beschleunigungsmesser, der in die Schuhsohle eingebaut ist. Dieser schickt automatisch eine SMS-Botschaft an die Familie oder den zuständigen Arzt, sobald beim Träger Anzeichen für Schwindel oder Sturzgefahr festgestellt werden.

So weit so gut, kann Leben retten und macht deshalb auch irgendwie Sinn. Nicht ganz so eindeutig ist die Sache mit dem Sinn bei den klugen Windeln («Smart Diapers»). Hier wird ein spezieller Handy-Chip in eine herkömmliche Babywindel integriert. Der Chip sendet sofort eine entsprechende Textnachricht an die Eltern, wenn ihr Sprössling eine frische Windel benötigt. Ob die (Eltern-) Welt darauf gewartet hat, lässt sich von der Schreibenden wegen fehlender Erfahrung leider nicht beurteilen. Aber wer weiss, vielleicht lässt sich ja auch noch ein Tool entwickeln, das meldet, wenn der Magen des Babys leer ist, wenn es Zuneigung benötigt oder wenn es frische Luft braucht. Und dann bräuchte frau die Tortur des Gebärens bald nicht mehr über sich ergehen zu lassen: Wer braucht schon Kinder – ein Tamagotchi tuts ja schliesslich auch.

(Quelle: Pressetext)
 

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